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Berliner rauchen und trinken weniger – aber Anstieg bei illegalen Drogen

Donnerstag, 27. März 2014

Berlin – Von zwei gegenläufigen Trends in der Berliner Bevölkerung berichtet eine neue Studie: Danach rauchen immer weniger Menschen in der Hauptstadt, auch der Alkohol­konsum geht zurück. Allerdings nimmt der Konsum illegaler Drogen weiterhin zu. Dies betrifft vor allem den Konsum von Cannabis bei den 15 – 39-Jährigen.

Diese Ergebnisse liefert der neue „Epidemiologische Suchtsurvey – Repräsenta­tiverhebung zum Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen bei Jugendlichen und Erwachsenen 2012 in Berlin“. Herausgegeben hat ihn das IFT Institut für Therapieforschung in München. Die Befragung umfasst die Altersgruppen der 15- bis 64-Jährigen.

Von den befragten Berliner rauchten insgesamt 33,9 Prozent. Seit 1990 zeigen sich signifikante Rückgänge in der 30-Tage-Prävalenz des Rauchens in fast allen Altersgruppen, insbesondere in der Altersgruppe der 15- bis 39-Jährigen. Hier kam es gegenüber 1990 insgesamt zu einer deutlichen Abnahme von 50,9 Prozent auf 34,3 Prozent.

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Alkoholkonsum ist in der Berliner Bevölkerung weit verbreitet. Die Mehrheit der 15- bis 64-Jährigen berichtete aber von einer durchschnittlichen Konsummenge, die nicht als riskant gilt. „Riskant“ bedeutet in dieser Erhebung einen täglichen Konsum von durchschnittlich mehr als 24 Gramm Reinalkohol für Männer und zwölf Gramm Reinalkohol für Frauen. 3,6 Prozent der Berliner sind laut der Erhebung alkohol­abhängig. Während es zwischen 1995 und 2006 zu einem Anstieg des Rauschtrinkens in der Altersgruppe der 15- bis 17-Jährigen kam, scheint dieser Trend laut der Studie gestoppt. Das trifft auch für die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen zu.

Allerdings hatten 42,5 Prozent aller Befragten Berliner bereits Erfahrungen mit illegalen Drogen. Etwa jede Zehnte (12,2 Prozent) gab an, in den vergangenen zwölf Monaten illegale Drogen konsumiert zu haben und 5,9 Prozent in den letzten 30 Tagen. Die am weitesten verbreitete illegale Droge ist Cannabis.

In den Erhebungen von 1990 und 1995 berichtete etwa jeder Fünfte der Befragten im Alter von 15 bis 39 Jahren von Erfahrungen mit illegalen Drogen. 2012 waren es schon 55,7 Prozent. Auch die Lebenszeitprävalenz des Konsums von Amphetaminen ist in der Altersgruppe der 15 bis 39-Jährigen signifikant gestiegen – vom 5,2 Prozent 1995 auf 10,2 Prozent 2012.

„Insbesondere der Rückgang des Rauchens und des Rauschtrinkens bei den jungen Berlinern zeigt, dass die bisherigen Bemühungen einer Kombination von Verhaltens- und Verhältnisprävention erfolgreich sind“, folgern die Autoren. Der Konsum von Cannabis bleibe hingegen weit verbreitet. Prävention – auch in Bezug auf Amphetamine – sei daher hier besonders wichtig. © hil/aerzteblatt.de

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