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Medizin

Zahl der Legionellener­krankungen in Europa stabil

Donnerstag, 27. März 2014

dpa

Stockholm – Insgesamt 5.852 Menschen sind einem Report des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) zufolge im Jahr 2012 in Europa an einer Legio­nellose erkrankt. In Wirklichkeit dürften es weitaus mehr gewesen sein, da Legio­nellen als Ursache einer Pneumonie selten erkannt werden und das Meldewesen in Europa lückenhaft ist.

Die Übertragung von Legionellen erfolgt typischerweise über Aerosole aus Warmwasser­leitungen, also beispielsweise beim Duschen. Höhere Keimkonzentrationen finden sich in stehenden Wasserleitungen oder in Warmwasserspeichern. Häufig liegen dann bauliche Fehler vor. Da sich die Symptome im Prinzip nicht von Pneumonien anderer Genese unterscheiden, wird die Diagnose Legionellose nur gestellt, wenn ein ungewöhnlich schwerer Krankheitsverlauf oder anamnestische Angaben einen Verdacht erregen.

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Am häufigsten wurden Legionellosen im Jahr 2012 in Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und den Niederlanden diagnostiziert. Auf diese Länder entfielen 84 Prozent aller Fälle. Der Anteil an der Bevölkerung liegt in den 29 Ländern von EU und assoziierten Staaten nur bei zwei Dritteln.

Wenn auch die Zahl der Erkrankungen die Zahl der Meldungen vermutlich übertrifft, war in den ECDC-Zahlen in den letzten Jahren kein Anstieg erkennbar. Auch die Zahl der Cluster und die Anzahl der Erkrankungen pro Cluster ist in etwa gleich geblieben. Sieben der zehn größten Cluster mit 14 bis 51 Erkrankungen traten auf der iberischen Halbinsel auf. Sie betrafen aber nur in einem Fall den Tourismussektor.

Dort scheint die Aufmerksamkeit durch spektakuläre Ereignisse in der Vergangenheit geschärft zu sein. Die meisten Erkrankungen fielen auf die Monate zwischen Juni und November. Männer erkrankten häufiger als Frauen, in beiden Geschlechtern stieg die Zahl der Erkrankungen mit dem Alter stetig an. Die Letalität betrug 7 Prozent. Die Legionellose ist trotz effektiver Antibiotika eine tödliche Gefahr geblieben. © rme/aerzteblatt.de

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