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Landesweite Kampagne will Vertrauen in natürliche Geburt stärken

Freitag, 28. März 2014

Stuttgart – In Baden-Württemberg fiel heute der Startschuss für eine landesweite Aufklärungskampagne zur natürlichen Geburt. Ziel der Kampagne ist es, die derzeitige Kaiserschnittrate in Baden-Württemberg von mehr als 30 Prozent mittelfristig zu senken. Dazu setzt die Kampagne auf umfassende Information der Schwangeren und ihrer Angehörigen. Der Abbau von Informationsdefiziten soll werdende Eltern in ihrer Entscheidungsfindung für oder gegen eine natürliche Geburt unterstützen.

„Immer mehr Kinder in Deutschland kommen per Kaiserschnitt auf die Welt, in Baden-Württemberg inzwischen jedes dritte Kind“, betonte Landessozialministerin Karin Altpeter (SPD).  Diese Steigerung sei allein aus medizinischer Sicht nicht erklärbar. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, sich wieder verstärkt mit der natürlichen Geburt auseinander­zusetzen.

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„Ein Kaiserschnitt ist keine ‚Geburt light‘“, erklärte die Ministerin in Stuttgart. Wie jeder medizinische Eingriff berge die Operation Risiken für Mutter und Kind, die sogar über den eigentlichen Geburtsvorgang hinausgehen könnten. So sei inzwischen  wissen­schaftlich erforscht, dass Kaiserschnittkinder als Erwachsene häufiger an Allergien und Asthma litten.

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) kommen im „Ländle“ mehr Kinder per Kaiserschnitt zur Welt als im Bundesdurchschnitt. Im Südwesten lag die Kaiserschnitt­quote im Jahr 2012 bei 33,6 Prozent, bundesweit bei 31,7 Prozent. Nur in Hessen (34,6 Prozent), Rheinland-Pfalz (35,5 Prozent) und im Saarland (37,2 Prozent) wurden noch mehr Säuglinge via Kaiserschnitt geboren. Die niedrigste Rate weist Sachsen mit 23,7 Prozent auf. Die TK bezieht sich dabei auf Auswertungen des Statistischen Bundesamtes. © hil/aerzteblatt.de

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