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Medizin

Blutfette im Winter höher

Freitag, 28. März 2014

Baltimore – Die Cholesterin- und Triglyzeridwerte sind bei den meisten Menschen in den Wintermonaten höher als im Sommer. Dies ergab eine Querschnittsstudie, die auf der diesjährigen Jahrestagung des American College of Cardiology vorgestellt wird.

Die saisonalen Unterschiede waren zunächst in einer Subgruppen-Analyse der PROVE-IT-Studie aufgefallen, die seinerzeit den Wert einer lipidsenkenden Therapie nach einem Herzinfarkt untersucht hatte (NEJM 2004; 350: 1495-504). An der Studie hatten 4.162 Patienten teilgenommen, und die wiederholten Bestimmungen des Cholesterinwertes hatten im Winter ungünstigere Werte ergeben als im Sommer. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl waren die Unterschiede jedoch nicht signifikant.

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Parag Joshi von der Johns Hopkins University in Baltimore konnte den Zusammenhang jetzt jedoch an einer größeren Datensammlung von 2,8 Millionen erwachsenen US-Amerikanern bestätigen. Die männlichen Teilnehmer hatten in den Wintermonaten einen um 4 mg/dl höheren LDL-Cholesterin und Non-HDL-Cholesterinwert. Bei den Frauen betrug der Unterschied 2 mg/dl. Bei den Männern war auch der Triglyzeridwert in den Wintermonaten um 3,5 Prozent höher. Beim HDL-Cholesterin gab es dagegen keine signifikanten jahreszeitlichen Schwankungen.

Die Ursachen kann eine Querschnittsstudie nicht klären. Joshi vermutet, dass die fettreichere Ernährung in den Wintermonaten den Ausschlag gegeben hat. Auch ein Einfluss der niedrigeren Vitamin D-Werte im Winter könnte eine Rolle spielen, meint er. Das Steroidhormon Vitamin D habe einen Einfluss auf das Verhältnis von gutem HDL-Cholesterin zum schlechten LDL-Cholesterin. © rme/aerzteblatt.de

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