Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Steffens fordert bundesweiten Personalschlüssel für Krankenhäuser

Sonntag, 30. März 2014

Barbara Steffens dpa

Essen – Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat sich für einen einheitlichen Personalschlüssel in Krankenhäusern ausgesprochen. Es müsse „auf Bundesebene ein Personalbemessungsinstrument“ eingeführt werden, verlan­gte Steffens. Zugleich müsse aber auch die Refinanzierung gesichert sein, betonte sie auf dem Kongress „Der alte Mensch im Krankenhaus – Geriatrienetz Ruhrbistum“ in Essen.

Die Ministerin sagte dies mit Blick auf die steigende Zahl alter und hochaltriger Patienten im Krankenhaus. „Für diese Personengruppe ist menschliche Zuwendung das A und O“, erläuterte Steffens. Wenn Patienten sediert und fixiert würden, allein um reibungslose Abläufe mit wenig Personal zu ermöglichen, sei das nicht akzeptabel. „Wir haben eine verän­derte Patientenstruktur“, so die Ministerin. Darauf sei das „alte System Kranken­haus“ aber bislang nicht eingestellt.

Der Krankenhausplan Nordrhein-Westfalen 2015 sieht unter anderem eine Stärkung der geriatrischen Angebote vor. Steffens wies aber darauf hin, dass auch die Qualität gewährleistet sein müsse. „Nicht überall, wo man Geriatrie drauf schreibt, ist auch Geriatrie drin.“

Matthias Mohrmann, Vorstand AOK Rheinland/Hamburg, sieht ebenfalls das Problem einer wachsenden Zahl geriatrischer Angebote mit fragwürdiger Qualität. „Man kann nicht überall geriatrische Abteilungen einrichten, um den Bestand eines nicht rentablen Hauses zu sichern“, kritisierte Mohrmann auf dem Kongress der Kosmas und Damian GmbH, einer Entwicklungsgesellschaft für die katholischen Krankenhäuser im Bistum Essen. Im stationären Sektor ist Mohrmann zufolge eine gewisse Bereinigung notwendig, denn die derzeitigen Krankenhausstrukturen seien nicht mehr zeitgemäß.

© BH/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

anaesthesist_meyer
am Dienstag, 1. April 2014, 07:13

Den Worten müssen Taten folgen!

An der Versorgungsrealität orientierte Personalbemessung, solche Versuche hat es schon vor mehr als zwanzig Jahren gegeben! Wann jagen wir endlich die Ökonomen und Berater aus unseren Krankenhäusern, die Milliarden von Beitragsgeldern der Krankenversorgung entziehen? Die Zivilgesellschaft muß für sich entscheiden, was ihr Menschlichkeit bei der Krankenversorgung und im so-
zialen Bereich wert ist! Wenn sich Beschränkungen am Leistbaren orientieren und
für alle ihre Mitglieder gelten, sind diese vermittelbar und können Akzeptanz finden.

Nachrichten zum Thema

19.05.17
Geriatrische Versorgung bleibt hausärztliche Kernaufgabe
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will die ambulante medizinische Betreuung älterer Patienten in Hausarztpraxen ausbauen. „Die geriatrische Versorgung gehört zu den Kernaufgaben von......
08.05.17
Krankenhaus­landschaft: Saarland will umbauen und mehr investieren
Saarbrücken – Die neue Landesregierung im Saarland will mehr Geld in die Krankenhauslandschaft stecken. Die Investitionsmittel sollen von derzeit jährlich 28,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2022 um bis......
08.05.17
Husum – Nach jahrelangem Streit über die Sanierung der Kliniken in Nordfriesland hat eine überwältigende Mehrheit der Wähler für ein neues Krankenhauskonzept gestimmt. 87,5 Prozent votierten bei einem......
03.05.17
Cottbus/Senftenberg – Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg fördert das Verbundforschungsprojekt „Konsequenzen der altersassoziierten Zell- und Organfunktionen“......
06.04.17
Frankfurt – Eine Diskussion um die künftige Versorgung der Patienten fordert die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen. In diesem Zusammenhang sei zunächst eine engere Zusammenarbeit zwischen dem......
04.04.17
Mehr Geld für Krankenhäuser in Baden-Württemberg
Stuttgart – Die rund 250 Krankenhäuser in Baden-Württemberg sollen in diesem Jahr Finanzmittel in Höhe von 525,5 Millionen Euro erhalten, 63,8 Millionen Euro kommen aus dem Krankenhausstrukturfonds.......
03.04.17
Stuttgart – Die Konzentration in der Krankenhauslandschaft Baden-Württembergs wird sich nach Einschätzung der AOK weiter beschleunigen. Die Zahl von derzeit 250 Kliniken werde in den kommenden Jahren......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige