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Neues Institut für Muskelforschung am Bergmannsheil in Bochum

Montag, 31. März 2014

Bochum – Das „Heimer Institut für Muskelforschung“ gegründet haben das Berufsge­nossenschaftliche Universitätsklinikum Bergmannsheil und die Heimer Stiftung. Es soll die Forschungsaktivitäten und vorhandenen Strukturen der Neurologischen Klinik des Bergmannsheils zur Muskeldystrophie bündeln.

Die Muskeldystrophie ist eine erbliche Erkrankung. „Muskelschwund ist derzeit nicht heilbar, deshalb konzentriert sich unsere Arbeit darauf, einerseits neue Therapien auf ihre Wirksamkeit zu prüfen, andererseits die symptomatisch ansetzenden Maßnahmen für die betroffenen Patienten zu optimieren“, sagte Matthias Vorgerd, leitender Oberarzt der Neurologischen Klinik am Bergmannsheil und Leiter des Heimer-Institutes.

Konkrete Unterstützung habe die Heimer Stiftung hierbei geleistet durch die Finanzierung von mehreren Spezialmikroskopen, mit denen die Entstehungszusammenhänge von Muskeldystrophien besser erforscht werden können, heißt es aus Bochum. Neuerdings verfüge das Bergmannsheil auch über ein sogenanntes Live-Cell-Imaging-Mikroskop.

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Damit können lebende Zellen über einen bestimmten Zeitraum untersucht und dargestellt werden. Bei krankhaften beziehungsweise abnormen Muskelzellen könnten die Forscher damit in Echtzeit verfolgen, wie sich neue Therapien auf die betroffenen Zellen auswirkten.

Die Neurologen der Bochumer Klinik versorgen derzeit rund 1.200 Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen ambulant und stationär. In einem eigenen Muskellabor werden pro Jahr rund 200 Muskel- und Nervenbiopsien ausgewertet. Die Klinik leitet zugleich das Muskelzentrum Ruhrgebiet, einen Verbund von Spezialkliniken für die regionale Versorgung von Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen.

„Stiftungen spielen eine wichtige Rolle für die Unterstützung medizinischer Forschung - gerade wenn es sich um eher seltene Erkrankungen handelt, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Wir danken Herrn Heimer und seiner Stiftung für ihr Engagement, der Muskelschwundforschung neue Impulse zu verleihen“, begrüßt Johannes Schmitz, Geschäftsführer des Bergmannsheils, die neue Kooperation. © hil/aerzteblatt.de

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