Politik

Vergütung von Hebammen soll ansteigen

Mittwoch, 2. April 2014

Berlin – Die steigenden Haftpflichtprämien für Hebammen sollen bei der Vergütung der Geburtshelferinnen künftig berücksichtigt werden. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte, bestätigte der Spitzenverband der Krankenkassen (GKV) ausdrücklich, dass er den Anstieg der Haftpflichtprämien berücksichtigen werde

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung vom Donnerstag sollen die Hebammen ab 1. Juli gestaffelte Aufschläge zu ihrem Honorar bekommen. So gibt es für Hausgeburten den höchsten Aufschlag, Entbindungen in Geburtshäusern stehen an zweiter Stelle. Beleg-Hebammen, die Geburten in Kliniken begleiten, bekommen den geringsten Aufschlag. Weil ihre Haftpflichtprämien zum 1. Juli massiv angehoben werden sollen, hatten viele Hebammen angekündigt, ihren Beruf dann nicht mehr ausüben zu können.

Anzeige

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) habe mit den Hebammenverbänden, den Krankenkassen und der Versicherungswirtschaft intensiv über die Frage der Haftpflichtversicherung beraten, hieß es aus dem Ministerium. Dabei habe er auch deutlich gemacht, „dass für ihn die klare Ansage der Krankenkassen gilt, dass sie steigende Haftpflichtprämien durch eine faire Vergütung der Hebammen absichern, so wie wir das 2012 rechtlich geregelt haben“.

Er erwarte jetzt, „dass der GKV-Spitzen­verband und die Hebammenverbände über die Ausgestaltung des Vertrages zeitnah zu einer guten Lösung kommen“. © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

23.02.17
Erfurt – Angesichts von Engpässen bei Hebammen in Thüringen sollen künftig mehr Geburtshelferinnen ausgebildet werden. Im September starte in Erfurt ein weiterer Ausbildungsgang, kündigte......
24.01.17
Baden-Württemberg analysiert Geburtshilfe
Stuttgart/Karlsruhe – Mit einer Erhebung zum Zustand der Geburtshilfe will das Land Baden-Württemberg erste konkrete Schritte gegen den Hebammenmangel einleiten. Es müsse präzise festgestellt werden,......
17.01.17
Nachfrage nach außerklinischen Geburten kann in Berlin nicht erfüllt werden
Berlin – Schwangere Frauen haben das Recht, den Geburtsort ihrer Kinder frei zu wählen. Manche Frauen wollen statt im Krankenhaus lieber zu Hause oder in einem Geburtshaus gebären. Doch inzwischen......
09.01.17
Memmingen – Wegen des bundesweiten Hebammenmangels startet das Klinikum im schwäbischen Memmingen eine eigene Ausbildung. Das Krankenhaus werde von April an die dreijährige Hebammenausbildung......
05.01.17
Idstein/Frankfurt am Main – Um dem Nachwuchsmangel an Hebammen und Entbindungspflegern in der Region Rhein-Main zu begegnen, haben sich ansässige Gesundheitsinstitutionen zur gemeinsamen Gründung......
09.12.16
Bonn – Die Deutsche Unesco-Kommission hat heute das Hebammenwesen in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das Verzeichnis will die Vielfalt kultureller......
23.11.16
Berlin – Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat die Bundesregierung aufgefordert, den zunehmenden Schließungen von Kreißsälen entgegenzuwirken. „Gab es 1991 bundesweit noch 1.186 Krankenhäuser mit......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige