NewsÄrzteschaftKV Westfalen-Lippe zertifiziert Ärztenetz MuM – Medizin und Mehr
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KV Westfalen-Lippe zertifiziert Ärztenetz MuM – Medizin und Mehr

Mittwoch, 2. April 2014

Dortmund – Das Ärztenetz MuM – Medizin und Mehr eG aus dem ostwestfälischen Bünde hat von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe ein Zertifikat als anerkanntes Praxisnetz erhalten. Es ist neben der Gesundheitsregion Siegerland das zweite Praxisnetz in Westfalen-Lippe, das die qualitativen und strukturellen Rahmen­vorgaben der Kassenärztlichen Bundevereinigung und der darauf basierenden Praxisnetz-Richtlinie der KV erfüllt.

„Die Bündener Kollegen haben schon frühzeitig die Vorteile der Netzarbeit erkannt und innovative Versorgungslösungen auf den Weg gebracht. Ich freue mich über dieses hohe Maß an ärztlicher Verantwortungs­übernahme“, sagte Gerhard Nordmann, Zweiter Vorsitzender der KV.

Anzeige

Im Bündener Praxisnetz „MuM“ praktizieren über 45 niedergelassene Haus- und Fachärzte aus der Region Bünde, Kirchlengern und Rödinghausen. Gemeinsam mit ihren rund 300 nichtärztlichen Mitarbeitern versorgen die Netzmitglieder etwa 72.000 Bürger. Das Praxisnetz Bünde ist eines der ältesten ärztlichen Zusammenschlüsse Deutschlands. Bereits seit 1995 setzen die Mediziner der drei Gemeinden des Kreises Herford auf die Vorteile innerärztlicher Kooperation.

Diese Vorteile für die Ärzte erläutert der Chirurg Hans-Jürgen Beckmann. Zusammen mit dem Allgemeinmediziner Albrecht Lang bildet er den Vorstand des Netzes. „Ein wichtiger Vorteil ist der enge persönliche und kollegiale Kontakt innerhalb des Netzes“, so Beck­mann gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Haus- und Fachärzte arbeiteten zum Vorteil der Patienten intensiv zusammen. Außerdem biete das Netz seinen Mitgliedern eine gemeinsame Außenvertretung und organisiere die ärztliche Fortbildung vor Ort. „Bei einer Umfrage unter den Netzmitgliedern standen diese und ähnlich gelagerte Argumente für das Netz ganz oben, Honorarvorteile rangierten erst auf Platz 17“, so Beckmann.

Der Vorstandsvorsitzende der Agentur deutscher Arztnetze, Veit Wambach, sieht derzeit eine Blütephase für die Netze in Deutschland: „Die neuen Möglichkeiten im Fünften Sozialgesetzbuch haben für Aufbruchsstimmung bei den Kooperationen gesorgt“, sagte er. Zwar gebe es immer noch Kassenärztliche Vereinigungen, die sich gegenüber den Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sperrten und keine Richtlinie für ihre KV ableiteten – aber in den meisten Regionen werde an konkreten Netzkriterien nach Paragraf 87b des fünften Sozialgesetzbuches gearbeitet. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER