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50 Jahre Deutsches Krebsforschungs­zentrum

Donnerstag, 3. April 2014

Berlin – „Das Deutsche Krebs­for­schungs­zentrum (DKFZ) ist das Flaggschiff der deutschen Krebs­forschung. Es leistet einen entschei­denden Beitrag, neue Ansätze der Prävention, der Diagnose und der Behandlung von Krebs zu entwickeln“. Mit diesen Worten hat Bundes­forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) gestern zum 50-jährigen Jubliläum des DKFZ dessen Arbeit gewürdigt. Das Zentrum sei eine Einrichtung, die innovative Ideen und Kreativität fördere und gedeihen lasse, ergänzte sie.

Otmar D. Wiestler, der Vorstandsvorsitzende des Krebsforschungszentrums, erinnerte daran, dass die Einrichtung von Anfang an einen zweifachen Auftrag erhalten habe: die biologischen Grundlagen von Krebs zu erforschen und diese Ergebnisse in verbesserte Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen umzusetzen. In den ersten Jahren stand die Grundlagenforschung im Vordergrund, doch seit längerem bemüht sich das Zentrum auch um die Umsetzung von Ergebnissen in klinische Anwendungen.

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Vor zehn Jahren wurde dafür das „Nationale Centrum für Tumorerkrankungen“ in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe gegründet. Im „Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung“ kooperiert das DKFZ mit sieben weiteren Universitätskliniken, um die Translation vielversprechender Forschungsergebnisse noch schneller voranzubringen, wie Wiestler erläuterte.
 

Der Vorstand erwähnte zum Jubiläum darüber hinaus das Engagement für die „personalisierte Onkologie“. Im Rahmen einer jüngst gestarteten Studie soll beispielsweise deutschlandweit für alle krebskranken Kinder, die einen Rückfall erleiden, nach einem Medikament gesucht werden, das exakt zu ihrem Tumor passt und ihnen möglicherweise doch noch zu einer Heilung verhelfen kann.

„Ganz besonders stolz sind wir auf die Erfolge meines Vorgängers Harald zur Hausen“, erklärte Wiestler zudem. „Seine Entdeckung, dass Gebärmutterhalskrebs durch Papillomviren verursacht wird, war die Basis für die Entwicklung einer Impfung, die in Zukunft Frauen vor dieser schweren Krankheit schützen wird.“ Diese Forschung sei zu Recht mit dem Nobelpreis gekrönt worden.

Am DKFZ arbeiten derzeit mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mehr als 1.000 Wissenschaftler erforschen Krebserkrankungen. Seinen guten Ruf verdankt das Zentrum auch der Arbeit des Krebsinformationsdienstes. Dessen Mitarbeiter beraten Betroffene und interessierte Bürger zur Volkskrankheit Krebs. Das Deutsche Krebsforschungszentrum wird zu 90 Prozent vom Bun­des­for­schungs­minis­terium finanziert und zu zehn Prozent vom Land Baden-Württemberg. Es ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. © EB/aerzteblatt.de

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