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Medizin

Neue Patientenleitlinie zum Hodgkin Lymphom

Donnerstag, 3. April 2014

Bonn – Die neue Patientenleitlinie „Hodgkin Lymphom“ informiert Patienten und deren Angehörige ausführlich und allgemeinverständlich über die Hintergründe, die Diagnostik und Therapie dieser Krebserkrankung. Herausgeber sind die Deutsche Krebshilfe, die Deutsche Krebsgesellschaft und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Sie beruht auf der „S3-Leitlinie Hodgkin Lymphom“ und damit auf dem zurzeit besten verfügbaren Wissen.

Die Patientenleitlinie informiert über aktuelle medizinische Erkenntnisse und unterstützt Betroffene dabei, ihren Ärzten die richtigen Fragen zu stellen. „Mit dem Ratgeber wollen wir Patienten die Angst vor der Therapie nehmen“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptge­schäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

„Die Patientenleitlinien sollen die Betroffenen darüber informieren, was mit ihnen geschieht und welche Alternativen ihnen bei der Wahl der Therapie zur Verfügung stehen. Dies macht Mut und gibt Hoffnung in schwierigen Situationen“, sagte Andreas Engert, der die interdisziplinäre Leitlinie für Ärzte mit den medizinischen Fachgesell­schaften koordiniert hat. „Nur durch die Zusammenarbeit mit Betroffenen konnten patientenrelevante Fragestellungen angemessen berücksichtigt werden“, ergänzte Ina Kopp von der AWMF.

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Die Broschüre wurde von Patientenvertretern und Ärzten aus dem Kreis der Leitlinien­autoren gemeinsam erstellt. „Als Experten in eigener Sache wissen wir, welche Fragen die Betroffenen am meisten bewegen. Dies haben wir in die Broschüre mit eingebracht“, fügt Petra Born hinzu, die selbst an einem Hodgkin Lymphom erkrankt war und dem Vorstand der Deutschen Leukämie- und Lymphom-Hilfe – dem Bundesverband der Selbsthilfeorganisationen zur Unterstützung von Erwachsenen mit Leukämien und Lymphomen – angehört.

Insgesamt stehen im Rahmen des „Leitlinienprogramms Onkologie“ neben der soeben neu erschienenen Patientenleitlinie zum Hodgkin Lymphom sieben weitere Patientenleitlinien zur Verfügung: zur Früherkennung von Brustkrebs, zur Behandlung der Ersterkrankung von Brustkrebs, zum metastasierten Brustkrebs, zur Früherkennung von Prostatakrebs, zum lokal begrenzten Prostatakarzinom, zum lokal fortgeschrittenen, metastasierten Prostatakarzinom und zum Magenkrebs. © hil/aerzteblatt.de

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