NewsPolitikLänder wollen an Investitionsfonds festhalten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Länder wollen an Investitionsfonds festhalten

Donnerstag, 3. April 2014

Köln – Die Bundesländer wollen den Investitionsfonds für die Umstrukturierung von Kliniken in andere Versorgungseinrichtungen weiterhin durchsetzen. Dies betonte die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) auf dem „Gesundheits­kongress des Westens 2014“ in Köln. „Wir haben uns als Gesundheitspolitiker vorge­nommen, das Projekt weiter zu verfolgen und nochmals anzugehen“, sagte Prüfer-Storcks. Der Investitionsfonds sei ein sinnvolles Instrument für die Krankenhausplanung, der das Potenzial habe, die Qualitätsorientierung bei der Finanzierung von Kranken­hausleistungen voranzutreiben, so die Senatorin.

Die Koalitionäre von CDU und SPD hatten im ersten Entwurf des Koalitionsvertrages einen Investitionsfonds in Höhe von 500 Millionen Euro geplant, damit Krankenhäuser in lokale Versorgungseinrichtungen wie Altenheime, Medizinische Versorgungszentren oder Pflegezentren umgewandelt werden können. Aus finanziellen Gründen schaffte es dieser Punkt jedoch nicht in den Koalitionsvertrag.

Anzeige

Prüfer-Storcks Meinung teilte auch der Berliner Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja (CDU). „Wir alle haben Interesse, dass Qualitäts-Indikatoren bei der Krankenhausplanung mehr berücksichtigt werden“, erklärte Czaja. Er forderte den Bund auf, genaue Qualitätsvorgaben zu machen und Personalmindestvorgaben zu definieren. Des Weiteren müsse sich der Bund stärker an der Krankenhausfinanzierung beteiligen.

Der parteilose Bremer Gesundheitssenator Hermann Schulte-Sasse befürwortete ebenfalls Mindeststandards für die personelle Ausstattung von Krankenhäusern. Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen der Häuser seien solche Standards jedoch schwer umsetzbar. „Hierfür sind pragmatische Ansätze notwendig. Wir müssen reden und verhandeln und brauchen auch Experten von außen“, erklärte Schulte-Sasse. © Ol/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Oktober 2020
Berlin – Der Bundesrat hat den Weg für eine Milliardenförderung der Krankenhäuser und die Coronaprämie für Pflegekräfte in den Kliniken frei gemacht. Das von der Länderkammer heute gebilligte
Bundesrat macht Weg für Krankenhausförderung und Coronaprämie frei
9. Oktober 2020
Düsseldorf/Münster – Die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe haben die von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) initiierte Reform der Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen (NRW)
Ärztekammern in NRW begrüßen Reform der Krankenhausplanung
7. Oktober 2020
Düsseldorf – Der nordrhein-westfälische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) will die Krankenhausplanung in seinem Land reformieren. Künftig soll die Planung nicht mehr auf Basis von
Reform der Krankenhausplanung für Nordrhein-Westfalen vorgelegt
6. Oktober 2020
Essen – Die wirtschaftlichen Probleme vieler deutscher Krankenhäuser werden sich spätestens ab dem Jahr 2022 weiter verschärfen. Das prognostizieren die Gesundheitsökonomen Boris Augurzky und
RWI: Finanzlage der Krankenhäuser wird sich verschlechtern
6. Oktober 2020
Berlin – Experten haben kritisiert, dass das Geld im stationären Sektor teils in die falschen Bereiche fließt. So rügte Katharina Thiede aus dem Vorstand des Think Tanks Twankenhaus, dass solidarisch
Zeitdruck im Krankenhaus entsteht durch falsch eingesetzte Mittel
5. Oktober 2020
Stuttgart – In Baden-Württemberg sind nach Auskunft des Sozialministeriums in den vergangenen zehn Jahren 30 Krankenhäuser geschlossen worden. Von ehemals 236 (2011) gab es zum Stichtag 1. Januar 2020
Weniger Krankenhausstandorte in Baden-Württemberg
1. Oktober 2020
Berlin – Krankenhäuser in strukturschwachen Regionen, die Fachabteilungen für Kinder- und Jugendmedizin vorhalten, können künftig einen Sicherstellungszuschlag erhalten. Das hat der Gemeinsame
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER