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Ärztegewerkschaft bricht Tarifverhandlungen mit privaten KMG-Kliniken ab

Freitag, 4. April 2014

Berlin – Die Tarifverhandlungen mit den privaten KMG-Kliniken sind vorerst gescheitert. Das teilte der Marburger Bund (MB) nach vier Verhandlungsrunden mit. Nach Aussage der Ärztegewerkschaft habe die KMG das zuletzt vorgelegte Angebot als „nicht nach­besserungsfähig“ angesehen. Der MB-Verhandlungskommission sei deshalb keine andere Möglichkeit geblieben, als die Verhandlungen für die KMG-Klinikstandorte in Pritzwalk, Wittstock und Kyritz (Brandenburg), Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) sowie Havelberg (Sachsen-Anhalt) abzubrechen.

Ziel des Marburger Bundes war es, den erheblichen Abstand zum kommunalen Ärzte-Tarif (TV-Ärzte/VKA) und den anderen Häusern des regionalen Einzugsgebietes zu verkürzen. Bislang jedoch ohne Erfolg. Denn die Arbeitgeber boten lediglich eine Steigerung der Ärztegehälter in drei Stufen um 1,6 Prozent, 0,4 Prozent und 2 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit von 27 Monaten an.

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„Das ist absolut inakzeptabel und würde die in den KMG Kliniken beschäftigten Ärzte noch weiter hinter den Tarifstandard der kommunalen Kliniken zurückwerfen“, kritisierte die MB-Verhandlungskommission. Zudem hätten die Arbeitgeber die minimalen Gehalts­erhöhungen noch mit der Forderung nach Streichung von zwei freien Tagen der Ärzte verknüpft. „Lohndumping und Urlaubsverzicht – damit ist jeder weiteren Verhandlung der Boden entzogen“, verwiesen die Gewerkschafter.

Zudem würde durch das Angebot der Arbeitgeberseite die Schere zu anderen Kliniken noch weiter auseinander gehen. Unter Berücksichtigung des KMG-Angebotes läge die Vergütung für einen Assistenzarzt in den KMG Kliniken immer noch um bis zu 6,86 Prozent, für einen Facharzt um bis zu 5,51 Prozent und für einen Oberarzt um bis zu 16,24 Prozent unter dem kommunalen Tarifniveau.

Die Verhandlungskommission des MB hat daher den zuständigen Gremien des Marbur­ger Bundes empfohlen, die Verhandlungen offiziell für gescheitert zu erklären und die Urabstimmung einzuleiten. Bei einem entsprechenden Votum der Beschäftigten können damit in absehbarer Zeit Streikmaßnahmen an den KMG Kliniken durchgeführt werden. © hil/aerzteblatt.de

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