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Kompetenzkatalog: Was Pflegekräfte auf der Intensivstation können müssen

Montag, 7. April 2014

dpa

Berlin – Einen sogenannten Kompetenzkatalog für die Pflegefachkräfte auf Intensivstationen hat die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) erstellt. Er soll eine Grundlage für die künftige Weiterbildung in der Intensivpflege sein.

Welche Qualifikationen und Fähigkeiten ein in der Intensivmedizin weitergebildeter Arzt haben muss, beschreibt bekanntlich die „Musterweiterbildungsordnung Intensivmedizin für Ärzte“ der Bundes­ärzte­kammer. Eine neue Version befindet sich derzeit in der Abstimmung. Die darin formulierten Inhalte sind auf der Basis von Kompetenzen formuliert, die ein Arzt in seiner Weiterbildung in der Intensivmedizin erwerben muss.

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Anders stellt sich die Situation bei den Intensivpflegekräften dar. Ihre Weiterbildung ist auf Landesebene organisiert und variiert von Land zu Land. „Da aber die Intensivmedizin ein Arbeitsfeld ist, in dem Ärzte und Pflegekräfte eng miteinander vernetzt sind, macht es doch Sinn, auch für die Intensivfachpflege die Weiterbildungsinhalte neu und ebenfalls kompetenzbasiert zu formulieren“, sagt Elke Muhl, Präsidentin der DIVI. Die bisherigen Weiter­bildungs­ordnungen bildeten die Versorgungswirklichkeit in der deutschen Intensivmedizin nicht ab. „Viele Intensivfachpflegekräfte verfügen über weitergehende Kompetenzen“, so Muhl.

Der Kompetenzkatalog beruht in seiner Systematik auf dem „Europäischen Qualitäts­rahmen für lebenslanges Lernen“ (EQE). Bei Level 1 ist grundlegendes Allgemeinwissen vorhanden, bei Level 4 ein breites Wissen in Theorie und Praxis. Level 5 beinhaltet ein Kurzstudium, Level 6 Masterstudiengänge und Level 8 den sogenannten PhD, der Spitzenkenntnisse in der Intensivpflege voraussetzt. „Das jeweilige Zertifikat als Fachpflegekraft zeigt dann nicht nur, wie kompetent jemand ist, sondern begrenzt auch, was diese Person selbständig machen kann und darf“, so Muhl. © hil/aerzteblatt.de

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