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Tarifverträge an außer­universitären Forschungs­einrichtungen sind unterschiedlich

Dienstag, 8. April 2014

Berlin – Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung sind in keinem Arbeitgeberverband Mitglied. Zudem bieten die Gesellschaften mehr Vollzeit- als Teilzeitstellen an. Bei der Max-Planck-Gesellschaft überwiegen ferner die unbefristeten Stellen gegenüber den befristeten. Bei der Fraunhofer Gesellschaft ergibt sich ein anderes Bild: Dort werden in den meisten Bundesländern – bis auf Baden-Württemberg, Niedersachsen und Saarland - mehr befristete Stellen angeboten.

Welche Tarifverträge von Bund und Ländern wann zur Geltung kommen, listet die Bundesregierung in ihrer Antwort (Drucksache 18/881) zur Situation der Angestell­tenverhältnisse an außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf. Anlass dafür war eine Kleine Anfrage (Drucksache 18/659) der Linken nach der Finanzierung außer­universitärer Forschungseinrichtungen mit öffentlichen Geldern durch den Bund. Sie hatte angemahnt, dass die Arbeitsbedingungen, tarifliche Regelungen und Löhne in diesen Einrichtungen ihrer Vorbildfunktion gerecht werden müssten.

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Prinzipiell fördert der Bund im Rahmen der institutionellen Förderung gemeinsam mit den Ländern außeruniversitäre Einrichtungen, um überregionale und gesamtstaatliche Aufgaben wahrzunehmen, langfristige Forschungsaufgaben zu realisieren, Forschung zu ermöglichen, die eine spezifische und aufwendige Infrastruktur erfordert und Schlüssel­technologien zu erschließen. Hauptakteure der außeruniversitären Forschung sind die Max-Planck-Gesellschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren und die Blaue-Liste-Einrichtungen. Die Einrichtungen werden allerdings nach unterschiedlichem Finanzierungsschlüssel gefördert.

Die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) verfügt über mehr als 60 Forschungseinheiten und ist die größte Organisation für angewandte Forschung in Europa. Die Helmholtz-Gemeinschaft integriert 18 wissenschaftlich-technische und biologisch-medizinische Forschungszentren und ist die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. 

Die Leibniz-Gemeinschaft vereint mehr als 80 Forschungseinrichtungen, die sich mit wissenschaftlichen Problemen von gesamtgesellschaftlicher Relevanz befassen. Die Max-Planck-Gesellschaft betreibt in erster Linie Grundlagenforschung in den Natur- sowie den Geisteswissenschaften und ergänzt dadurch Forschungsprojekte der Universitäten. © ER/aerzteblatt.de

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