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Politik

Kampagne macht auf die Bedeutung der Reha aufmerksam

Mittwoch, 9. April 2014

www.meinereha-meinleben.de

Berlin – „Meine Reha – Mein Leben“ heißt die neue Kampagne, mit der die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) auf die Bedeutung der Rehabilitation in Deutschland aufmerksam machen will.  „Der demografische Wandel, steigende Lebensarbeitszeit und chronische Erkrankungen erfordern eine engagierte Investition in den Ausbau der Reha“, sagte Bernd Petri, Vorstandsvorsitzender der DEGEMED, bei der Vorstellung der Kampagne heute in Berlin.

Diese richte sich deshalb gegen Einschränkungen des Leistungsangebotes und den Kostendruck in der Reha. Die DEGEMED forderte außerdem einen leichteren Zugang zu Reha-Leistungen. „Eigentlich haben wir mit dem SGB IX eine tolle Gesetzesgrundlage, wenn sie denn in der Praxis umgesetzt würde. Bis jetzt erscheint es manchen aber wie ein Märchenbuch“, klagte Petri.

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Die drei Kernforderungen sollen im Verlauf der Kampagne in Etappen bis zum Herbst 2014 kommuniziert und von dezentralen Aktionen in Reha-Einrichtungen begleitet werden. „Damit wollen wir allerdings keine Klagemauer errichten, sondern auf die gute Arbeit der Reha hinweisen. Jeder kann mitmachen und sich mit seinem Bild, seiner Aktion und seinem Statement beteiligen“, betonte DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall.

Rehabilitation bedeutet „Wiederherstellung verloren gegangener Fähigkeiten"
Prominente Unterstützung erfährt die Kampagne von ehemaligen Leistungssportlern und paralympischen Sportlern wie Ex-Turner Ronny Ziesmer, Ex-Bahnradsprinterin Dana Glöß und paralympische Reiterin Nora Kristina Hamann. Der prominenteste Unterstützer der Kampagne ist der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Turnweltmeister Eberhard Gienger. „In weiten Kreisen der Bevölkerung wird Rehabilitation noch eher mit Krankheit und eingeschränkter Leistungsfähigkeit in Verbindung gebracht“, sagte Gienger. In Wirklichkeit bedeute sie aber eine Wiederherstellung verloren gegangener Fähigkeiten und sei konstruktiv auf die Zukunft gerichtet.

Zentrale Kommunikationsplattform der Kampagne soll die Webseite www.meinereha-meinleben.de sein. Eine wichtige Rolle spielten laut Lawall außerdem soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. „Es wird eine Unterschriftenliste geben, Unterstützer können Postkarten mit den Kampagnenforderungen verschicken sowie Fotos aus ihrer eigenen Reha-Maßnahme posten“, erläuterte er die Bestandteile der Kampagne. Auf Instagram soll zudem ein Fotowettbewerb stattfinden. Kliniken, die die Kampagne unterstützen wollen, stellt die DEGEMED Materialsets mit Flyern, Plakaten, Aufkleber und Postkarten zur Verfügung. © ank/aerzteblatt.de

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