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Komplementärmedizin bei Senioren beliebt

Donnerstag, 10. April 2014

Berlin – Die Senioren in Deutschland nehmen regelmäßig Naturheilkunde und andere Verfahren der komplementären Medizin in Anspruch. Sie sehen diese als effektive Ergänzung zur Schulmedizin, sind aber nicht ausreichend über mögliche Risiken und Vorteile informiert. Das zeigt eine Erhebung der Berliner Charité mit Fördermitteln der Carstens-Stiftung „Natur und Medizin“.

Die Wissenschaftler befragten dazu mehr als 800 Erwachsene ab 70 Jahren in Berlin und Brandenburg. Sie schlossen selbstständig Lebende, Nutzer von häuslicher Pflege sowie Bewohner in Pflegeheimen ein und fragten die Studienteilnehmern nach allen komplementären Produkten und Verfahren, die diese mit medizinischer Zielsetzung einnahmen, von pflanzlichen Arzneimitteln bis hin zu Tees und Säften. Die Antworten von 400 Befragten waren auswertbar.

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Demnach verwenden knapp zwei Drittel der Senioren (61,3 Prozent) eine Form von Komplementärmedizin. Dabei stehen Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine und Mineralien an erster Stelle (35,5 Prozent). Pflanzliche Arzneimittel nimmt ein Drittel der Befragten in Anspruch (33,3 Prozent), gefolgt von äußerlichen Anwendungen (26,8 Prozent).

58,7 Prozent der Anwender beschreiben einen positiven Effekt der Komplementär­medizin. 57,9 Prozent weiß allerdings nicht, ob und welche Wechselwirkungen die Mittel mit konventionellen Arzneimitteln verursachen könnten. Dies sei ein Problem, denn ein Erwachsener im Alter von 70 Jahren erhielt häufig auch verschiedene konventionelle Medikamente vom Arzt verschrieben, erläuterte Michael Teut aus dem Forscherteam vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Berliner Charité. „Unsere Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie dringend der Schulterschluss zwischen konventioneller und komplementärer Medizin erfolgen muss“, so seine Empfehlung. © hil/aerzteblatt.de

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