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Ärzteschaft

Zehn Prozent der Chefärzte in Bayern sind Frauen

Donnerstag, 10. April 2014

dpa

München – 43,8 Prozent der Mitglieder der Bayerischen Landesärztekammer sind Frauen. Vor fünf Jahren waren es noch 40,9 Prozent. Aber Frauen besetzen nur rund zehn Prozent der Chefarztpositionen. Das berichtet die Vizepräsidentin der Kammer, Heidemarie Lux, in der neuen Ausgabe des Bayerischen Ärzteblattes. Neben struk­turellen Hindernissen seien dafür auch Mentalitätsunterschiede verantwortlich, so die Vizepräsidentin.

Für Frauen sei es oft sehr schwierig, Familie und Weiterbildung so zu koordinieren, dass kein Bereich zu kurz komme. Mangelnde Kinderbetreuungseinrichtungen nähmen Frauen die erforderliche zeitliche Flexibilität, um Job und Beruf unter einen Hut zu bringen. Lux empfiehlt Ärztinnen, über die Karriereabsichten beider Partner vorab konkret zu sprechen.

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Neben diesen und anderen strukturellen Problemen gebe es aber auch wichtige Mentalitätsunterschiede: Männer legten verschiedenen Untersuchungen zur Folge mehr Wert auf monetäre Vorteile wie Bonuszahlungen oder einen Dienstwagen. Frauen kooperierten mit ihren Mitarbeitern eher auf Augenhöhe. In der eigenen Karriereplanung seien sie oft weniger aufstiegsorientiert. Dagegen stellten sie hohe Ansprüche an die Stimmung im Arbeitsumfeld.

„Der am Horizont aufziehende Ärztemangel hat auch etwas Gutes: Der Druck wird größer, in der Klinik mehr Flexibilität zuzulassen. Lieber eine 50 Prozent -Teilzeit-Chefärztin als gar keine“, so Lux. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #38287
Bretscher
am Donnerstag, 29. Mai 2014, 19:58

10% Chefärztinnen

Haben in unserer Klinik die Stelle eines internistischen Chefarztes/ärztin im Rahmen einer 2-köpfigen Chefarztgemeinschaft ausgeschrieben - unter den zahlreichen qualifizierten Bewerbern war keine Frau. Haben OA-Stellen ausgeschrieben - keine Frau als Bewerber. Also absurde "Quotenregelenung". Ich kenne viele Kolleginnen, die sich nach dem Facharzt einfach eine "Teilzeitnische" suchen - in Klinik oder Praxis. Vielleicht wollen sie unter anderem die Falle einer "Freizeitmutter" vermeiden. Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt sind emotional und imperativ eine andere Kategorie als Zeugung.
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