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Ärzteschaft

Kinderärzte befürchten Gefährdung der pädiatrischen Grundversorgung

Freitag, 11. April 2014

Köln – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) will die Bedarfsplanung  für die Kinder- und Jugendmedizin anpassen und für jedes Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) eine halbe Kinder- und Jugendarztpraxis streichen. Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) befürchtet, dass dadurch die Versorgungsqualität leiden könnte. „Es wird dann viel weniger Kinder- und Jugendarztpraxen geben, die sich um die medizi­nische Grundversorgung von Kindern und Jugendlichen kümmern“, warnte Verbands­präsident Wolfram Hartmann.

Hintergrund sei die starre Bedarfsplanung für die hausärztliche Versorgung. Diese unterscheide nicht zwischen ausschließlich hausärztlich und überwiegend spezialärztlich tätigen Kinder- und Jugendarztpraxen. Wohingegen sozialpädiatrische Zentren einen spezifischen Versorgungsauftrag in der Behandlung komplex chronisch-kranker Kinder und Jugendlicher hätten. Dies trage zu einer zunehmenden Ausdünnung der pädia­trischen Grundversorgung bei.

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Vor diesem Hintergrund forderte Hartmann die Politik auf, die hausärztlich-pädiatrische Grundversorgung zu sichern. „Kinder und Jugendliche haben das Recht auf bestmög­liche medizinische Versorgung. Diese beginnt mit der Grundversorgung, mit Impfungen und Vorsorgen“, unterstrich der Verbandschef.  Werde dies nicht gewährleistet, sei der hohe Standard der gegenwärtigen ambulanten kinder- und jugendärztlichen Betreuung in Deutschland in Gefahr. © hil/aerzteblatt.de

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