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Politik

Württembergische Versicherung will freiberuflichen Hebammen helfen

Sonntag, 13. April 2014

Protestmarsch der Hebammen am Wochende in Berlin /dpa

Stuttgart – Im Streit um stark gestiegene Tarife für Haftpflichtversicherungen will die Württembergische Versicherung freiberufliche Hebammen unterstützen. Das Stuttgarter Unternehmen aus der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe habe eine rund dreipro­zentige Beteiligung an dem bisher bestehenden Versicherungskonsortium für die Hebammen-Berufshaftpflicht angeboten, sagte ein Sprecher am Sonntag. Eine konkrete Summe nannte er nicht. Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet.

Dem Deutschen Hebammenverband zufolge bietet eine Gruppe von Versicherern auf ein Jahr befristet eine Steigerung der Prämien um 20 Prozent an. Eine in der Geburtshilfe tätige freiberufliche Hebamme müsste damit eine Versicherungssumme von mehr als 6.000 Euro pro Jahr bezahlen.

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Die Geburtshelferinnen hatten wegen gestiegener Versicherungskosten um ihre Existenz gefürchtet. Das Problem hatte sich verschärft, als die Nürnberger Versicherungsgruppe ankündigte, sich als einer der wenigen Anbieter, die überhaupt noch freiberufliche Hebammen versichern, zum Sommer 2015 aus diesem Markt zurückziehen zu wollen.

Weil eine Dauerlösung aber nach wie vor nicht in Sicht ist, machten mehrere Tausend Menschen am Samstag in Berlin auf die Problematik aufmerksam. Dankesbriefe von Eltern an die Geburtshelferinnen hingen vor dem Kanzleramt. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 4.000 Menschen zur Demonstration, die Polizei sprach von etwa 2.000.

Unklar bleibt außerdem, wie die Mehrkosten von den Krankenkassen ausgeglichen werden können. Auslöser für die höheren Tarife von Haftpflichtversicherungen sind die hohen Schadensersatz-Summen, die Versicherungen im Fall von Fehlern der Hebammen leisten müssen. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #682834
Papa Doc
am Montag, 14. April 2014, 14:39

Menschen machen Fehler...

... so auch Hebammen und Ärzte. Dass man die Betroffenen, soweit das möglich ist, entädigen muss, ist auch klar. Dass aber die Hebammen dafür Versicherungsprämien zahlen müssen, die sie in den Ruin treibt, ist einfach absurd. Als wäre die Hebamme ein Beruf, der optional für unsere Gesellschaft wäre! Herr Gröhe, hier ist nicht langwieriges Überlegen gefragt, sondern schnelle Abhilfe - zB. die Übernahme der Versicherungsprämien durch die Krankenkassen. Die Hebammen haben recht mit ihren Forderungen - nur eines stimmt nicht (auf dem Foto): Fehlende Wertschätzung. Wer einmal als Laie bei einer Geburt dabei war, der weiß, dass die Hebamme unendlich wertvoll und eine Geburt ohne sie undenkbar ist.
LNS

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