NewsPolitikNeues Verfahren zur Verteilung der Krankenhaus­investitionsmittel
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Neues Verfahren zur Verteilung der Krankenhaus­investitionsmittel

Montag, 14. April 2014

Berlin – Pauschale Investitionsmittel können künftig besser an Krankenhäuser verteilt und gezielt den Leistungen zugeordnet werden. Gelingen soll das durch sogenannte leistungsgerechte Investitionspauschalen, die sich am konkreten Krankenhausfall orientieren. Die vertragliche Grundlage dafür haben der Spitzenverband der Gesetz­lichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV), der Verband der Privaten Kranken­versicherung (PKV) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) jetzt unterzeichnet.

Den Institutionen zufolge steht es den Bundesländern frei, ob und wenn ja, wie intensiv sie das neue Instrument nutzen. Sie könnten selbst entscheiden, bis zu welchem Anteil sie ihre pauschalen Investitionen auf das neue Verfahren umstellen oder – auch das sei möglich – ganz darauf verzichten und beim bisherigen Modus bleiben.

Anzeige

Der Katalog der Investitionspauschalen 2014 basiert auf Kalkulationen des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus. Damit sei es erstmals möglich, den Investitionsanteil den Krankenhausleistungen differenziert zuzuordnen, so die Vertragspartner. Die Höhe der Pauschalen hänge dabei von den im jeweiligen Bundesland bereitgestellten Finanz­mitteln ab.

„Diese erste Version des Katalogs wird sicher in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden“, erklärten die Unterzeichner. Anknüpfungspunkte wären etwa ein auch bei den Krankenhausleistungen vorhandener Verweildauerbezug, eine Analyse der Investitions­pauschalen für Universitätskliniken und eine Ausweitung auf psychiatrische beziehungs­weise psychosomatische Kliniken.

Die Finanzierung von Krankenhäusern erfolgt in Deutschland über zwei Säulen. Die Krankenkassen tragen Betriebskosten wie etwa die Kosten für die abgerechneten medizinischen Leistungen und für das Klinikpersonal. Die Bundesländer hingegen zeichnen für die Investitionen verantwortlich. Demzufolge kann das neue System nur jene Gelder erfolgreich verteilen, die von den Bundesländern als Finanzier von Investitionen auch tatsächlich bereitgestellt werden.

Bundesländer kommen ihrer Verantwortung nicht nach
Gerade bei den Klinikinvestitionen kämen aber viele Bundesländer ihrer Verantwortung seit Jahren nicht mehr nach, kritisierten DKG, GKV-Spitzenverband und PKV-Verband. So sei das Verhältnis der öffentlichen Fördermittel zu den Krankenhausausgaben der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung von rund 25 Prozent Anfang der 70er Jahre auf unter vier Prozent 2013 gesunken © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

15. Oktober 2019
Köln – Vor Lücken in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen wegen des Spardrucks, der auf Kinderkliniken lastet, hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) gewarnt. „In der
Spardruck auf Kinderkliniken gefährdet Versorgung
1. Oktober 2019
Frankfurt – Die wirtschaftliche Situation der deutschen Krankenhäuser ist laut der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) weiterhin schwierig. Die Kliniken in
Krankenhäuser weiter unter hohem Kostendruck
30. September 2019
Wiesbaden – Der Orientierungswert für Krankenhäuser ist von Mitte 2018 bis Mitte 2019 um 2,99 Prozent gestiegen. Der Teilorientierungswert für Personalkosten stieg dabei um 3,79 Prozent und für
Krankenhauspersonalkosten gestiegen
24. September 2019
Berlin – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat davor gewarnt, dass die Krankenhäuser in Deutschland durch die vergangene Gesetzgebung wie auch aktuelle Vorhaben künftig deutliche finanzielle
Krankenhäuser fürchten Einbußen durch Umstellung der Fallpauschalen
24. September 2019
Mainz – Acht Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz könnten ab 2020 für ihre Finanzierung einen Sicherstellungszuschlag erhalten. Den Entwurf einer entsprechenden Landesverordnung billigte das
Acht Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz könnten Sicherstellungszuschlag erhalten
10. September 2019
Mainz – Neben kleineren Krankenhäusern, die nach bundesweit festgelegten Regeln mit Sicherstellungszuschlägen bedacht werden, können voraussichtlich weitere Kliniken in Rheinland-Pfalz ab 2020
Rheinland-Pfalz will Sicherstellungszuschläge für Krankenhäuser ausweiten
9. September 2019
Berlin – Ärzte, Patienten, Pflegeverbände, Gewerkschaften und Krankenkassen haben in einem Brief an die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses appelliert, mehr Geld in die Krankenhäuser der Stadt
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER