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Medizin

30-Tages-Mortalität nach Herz-OP schlechter Parameter für den Erfolg

Dienstag, 15. April 2014

Baltimore – Forscher am Johns Hopkins Hospital halten die 30-Tages-Mortalität nach einer Herzoperation für einen fragwürdigen Parameter, um den Operationserfolg zu messen. Die Arbeitsgruppe um Bryan Maxwell schließt dies aus einer statistisch auffälligen Zunahme der Mortalität am 30. postoperativen Tag. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in Health Services Research (http://dx.doi.org/10.1111/1475-6773.12174 ).

Die 30-Tages-Mortalität nach einer Operation ist einer von vielen Faktoren, mit denen Chirurgen den Erfolg einer Operation messen. Postoperative Komplikationen wie Thrombembolien oder Infektionen können das Sterberisiko für die Patienten erhöhen. Insbesondere in den ersten Tagen nach der Operation steigt das Risiko deutlich. Ob jedoch nach 30 Tagen die direkten postoperativen Komplikationen ausgestanden sind, bezweifeln die Forscher der Studie.

Sie zogen für ihre Analyse die Daten von über 595.000 Patienten heran, welche zwischen 2005 und 2009 in den USA am Herzen operiert wurden. Die Eingriffe bestanden zum größten Teil aus Herzklappenersatz- und Bypassoperationen. Insgesamt starben etwa 19.500 Patienten (3,27 Prozent) nach der Operation im Krankenhaus. Die Arbeits­gruppe stellte fest, dass sich nach der Operation zwei auffällige Gipfel in der Mortalität zeigten.

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Der ersten von ihnen zeigte sich am sechsten und der zweite am 30. Tag postoperativen Tag. Die Mortalität betrug am 30. postoperativen Tag ein Prozent, während in der vorangegangenen Woche die Mortalität an jedem Tag zwischen 0,63 und 0,81 Prozent schwankte. Insgesamt betrug die Zunahme am 30. Tag 35 Prozent.

Dies war nach Angaben der Wissenschaftler die stärkste relative Zunahme, die sie in der posto­perativen Phase (60 Tage) beobachteten. Während die erhöhte Sterblichkeit am sechsten Tag nach Operation durch mögliche organische Komplikationen plausibel scheint, hatte die Arbeitsgruppe für den Peak am 30. Tag keine direkte Erklärung.

Das Timing medizinischer Interventionen und Entscheidungen über die Fortführung aggressiver medizinischer Therapien könnten nach Ansicht der Forscher mögliche Gründe für den Anstieg sein. Maxwell sieht wegen dieser Unsicherheiten die Möglichkeit nach Hause zurückzukehren oder die Alltagsbelastbarkeit der Patienten für wesentlich geeignetere Kriterien, um den Erfolg nach Herzeingriffen zu messen. © hil/aerzteblatt.de

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am Donnerstag, 17. April 2014, 11:11

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Der Bericht ist nicht in der Lage die Ergebnisse der zitierten Studie wiederzugeben.
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