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Therapietreue bei vielen Asthma-Patienten schlecht

Dienstag, 15. April 2014

Berlin – Viele Asthmapatienten halten sich nicht oder nur selten an die vom Arzt aufgestellte Therapie. 28 Prozent der Patienten mit schwerem Asthma in Deutschland haben ihre Krankheit daher nicht unter Kontrolle. Das geht aus dem neuen „Weißbuch Lunge 2014“ hervor, das die Deutsche Lungenstiftung (DLS) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie erstellt und herausgegeben hat.

„Unkontrolliertes Asthma“ bedeutet, dass die betroffenen Patienten mindestens einmal pro Woche einen Asthmaanfall oder eine deutliche Verschlechterung erleiden. Außerdem erreichen sie von fünf Parametern, die Lungenärzte zur Bestimmung der Güte der Asthmakontrolle heranziehen, nur drei Parameter pro Woche teilweise.

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„Die Therapieadhärenz ist nach wie vor schlecht“, sagte Adrian Gillissen, stellvertretende Vorstandsvorsitzender der DLS. Nur ein Prozent der Patienten mit schwerem Asthma nähmen ihre Dauermedikamente konsequent und korrekt ein. Außerdem machten die Patienten nach wie vor Fehler bei der Inhalationstherapie.

Laut dem Weißbuch Lunge haben rund 80 Prozent der Patienten mit leichtem Asthma die Erkrankung unter Kontrolle. Dies nehme aber mit zunehmendem Schweregrad der Krankheit ab.

Bei zunehmender Schwere und Dauer der Asthmaerkrankung komme es bei unzu­reichender Therapie aufgrund der chronischen Entzündungsprozesse zu nicht mehr umkehrbaren Umbauprozessen in den Bronchien, dem „Remodeling“. „Das kann dazu führen, dass die beim Asthma eingesetzten Medikamente deutlich schlechter wirken, womit die Asthmaeinstellung schwieriger wird. Die Folge ist eine noch größere Krankheitsschwere und ein schwindender Therapieerfolg“, warnte Gillissen. © hil/aerzteblatt.de

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