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Politik

Boehringer Ingelheim kündigt Arznei­mittel-Innovationen an

Dienstag, 15. April 2014

Andreas Barner dpa

Ingelheim am Rhein – Nach drei Markteinführungen 2013 plant das forschende Pharma­unternehmen Boehringer Ingelheim, in den kommenden zwei Jahren mit mehr als zehn neuen Arzneimitteln in acht Indikationen herauszukommen, darunter Diabetes, COPD, Asthma und Lungenkrebs. „Wir konzentrieren uns auf die Medikamente von morgen und forschen längst an den Medikamenten von übermorgen“, sagte Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung, auf der Bilanzpressekonferenz. Das Familien­unternehmen, das zu den größten 20 Pharrmaherstellern weltweit gehört, hat 2013 gut 2,7 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das sind 19,5 Prozent des Umsatzes.

Im vergangenen Jahr hatte Boehringer Ingelheim mit dem Wirkstoff Afatinib zur Behand­lung von nicht kleinzelligem Lungenkrebs den Einstieg in die Onkologie geschafft, der Gerinnungshemmer Pradaxa hatte die Zulassung und zur Vorbeugug und Behandlung von tiefer Venenthrombose und Lungenembolie erhalten. Schließlich wurde Spiriva, das Mittel zur Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) um den Kombinationspartner Olodaterol ergänzt.

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In diesem Jahr soll Olodaterol in den ersten europäischen Ländern eingeführt werden. Acht Zulassungsanträge seien 2013 international gestellt worden, berichtete Barner. Er sprach von einer „gut gefüllten Pipeline in Forschung und Entwicklung“. Neun Wirkstoffe sollen 2014 in klinische Studien der Phase II aufgenommen werden. Damit werde Boehringer Ingelheim unter anderem die Therapiegebiete Immunologie und Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) stärken.

Mehr als 90 Prozent des Gesamtumsatzes, der 2013 wegen des schwachen Dollars und des schwachen Yen um 4 Prozent auf 14,07 Milliarden Euro zurückging, erwirtschaftet das Unternehmen im Ausland. In den Vereinigten Staaten  sieht sich Boehringer Ingelheim mehr als 2000 Schadenersatzklagen gegenüber, weil der Gerinnungshemmer Pradaxa schwere, zum Teil tödliche Blutungen verursacht haben soll.

Barner bekannte sich eindeutig zu dem Präparat, das in mehr als 100 Ländern zugelassen sei. Die europäische .und die  US-Zulassungsbehörde FDA hätten das günstige Nutzen-Risiko-Profil des Mittels zur Senkung des Schlaganfallrisikos bei Patienten mit Vorhofflimmern regelmäßig bestätigt. Das Unternehmen stellt Ärzten auf der Internetseite www.pradaxa.de Daten zur Arzneimittelsicherheit des Präparats zur Verfügung. © Stü/aerzteblatt.de

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