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Mittleres Management ist besonders stressgefährdet

Mittwoch, 16. April 2014

Hamburg – Führungskräfte in deutschen Unternehmen sind besonders stressgefährdet: Acht von zehn Managern sind gestresst, drei von zehn stehen unter Dauerdruck. Damit liegen sie knapp vor ihren Mitarbeitern, den Angestellten. Von den Selbstständigen bezeichnen sich sieben von zehn als gestresst, entspannter sind die Beamten und Arbeiter, von ihnen sind es sechs von zehn. Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) nach einer bevölkerungsrepräsentativen Forsa-Umfrage.

„Besonders stressgefährdet sind Führungskräfte in sogenannten Sandwich-Positionen zwischen zwei Hierarchieebenen. Sie müssen gleichzeitig den Ansprüchen ihrer Führungskräfte und ihrer Mitarbeiter gerecht werden und dazu auch denen ihrer Familie“, sagte der TK-Psychologe Heiko Schulz.

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Die größten Stresstreiber im Job sind für leitende Angestellte eine zu hohe Arbeitslast (74 Prozent geben dies an), Termindruck (69 Prozent), Unterbrechungen und Störungen (57 Prozent), Informationsüberflutung (54 Prozent) und ungenaue Anweisungen ihrer eigenen Vorgesetzten (40 Prozent).

„Stress ist nicht per se negativ. Richtig dosiert steigert er unsere Leistungsfähigkeit und kann geradezu beflügeln“, sagte der Vorstandsvorsitzende der TK, Jens Baas. Allerdings hätten die Menschen höchst unterschiedliche Ressourcen und Fähigkeiten, um mit Belastungen umzugehen. „Was für den einen eine Herausforderung ist, bei der er über sich hinauswächst, erscheint dem anderen als ein nicht zu bewältigendes Problem, das ihm den Schlaf raubt oder sogar krank macht“, so Baas. Beim betrieblichen Gesundheitsmanagement und der Stressprävention gehe es daher nicht allein darum, auf die Belastungsfaktoren zu schauen. Mindestens genauso wichtig seien die persönlichen Ressourcen, die die Menschen dem Stress entgegensetzen könnten. Von ihnen hänge ab, ob Stress zu einem Gesundheitsrisiko wird oder abgepuffert werden könne. „Dazu gehören persönliche Kompetenzen und das Gesundheitsverhalten genau wie das soziale Miteinander zwischen Kollegen, der Führungsstil, die Aufgabengestaltung und die Arbeitsorganisation“, so Baas.    Hil

© hil/aerzteblatt.de

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