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Thüringen fordert mehr Patientensprecher

Donnerstag, 17. April 2014

Erfurt – An Thüringens Krankenhäusern gibt es Nachholbedarf beim Einsatz von ehrenamtlichen Patientenbeauftragten. Bislang verfügt nach Schätzungen des Sozialministeriums rund ein Dutzend Kliniken über sogenannte Patientenfürsprecher. Zur Stärkung der Patientenrechte sollen sie künftig an allen Thüringer Kliniken etabliert werden. Im Freistaat gibt es mehr als 40 Akutkliniken, die jährlich rund 600.000 Menschen behandeln.

Patientenfürsprecher sind neutrale Ansprechpartner und Vermittler bei Beschwerden, Anregungen und Fragen von Krankenhauspatienten und deren Angehörigen. Das im Januar beschlossene neue Landeskrankenhausgesetz verpflichtet die Kliniken, Patientenbeauftragte einzusetzen.

Zu den Häusern mit Patientensprechern gehören das Universitätsklinikum Jena, das Klinikum Weimar, das Klinikum Gera und das Psychiatrie-Fachkrankenhaus Hildburghausen. Laut Ministerium sollen Patientenfürsprecher für einen Zeitraum von fünf Jahren vom Krankenhausträger bestellt werden und unabhängig arbeiten. Die Fürsprecher können sich mit schriftlichem Einverständnis der Patienten oder deren Angehörigen an Vertreter des Krankenhauses oder sonstige zuständige Institutionen wenden, um Anregungen und Kritik nachzugehen.

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Am Waldklinikum Gera geht es nach den bisherigen Erfahrungen bei zwei Drittel der Patientenanfragen an den Fürsprecher um weiterführende Informationen zur Behandlung. „Im Falle Schwerstkranker wollen gerade Angehörige eine Abklärung der getroffenen ärztlichen Entscheidungen“, sagte eine Sprecherin.

Häufig beträfen vorgebrachte Beschwerden auch die organisatorischen Abläufe im Krankenhaus, etwa zu lange Wartezeiten in den Ambulanzen. Als Konsequenz daraus sollen am Waldklinikum etwa in der Narkose-Ambulanz in Spitzenzeiten künftig drei statt zwei Ärzte eingesetzt werden. © dpa/aerzteblatt.de

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