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Virologen warnen vor Unterversorgung mit Impfstoffen

Donnerstag, 17. April 2014

Ulm – Vor einer Unterversorgung mit Impfstoffen in Deutschland hat die Gesellschaft für Virologie (GfV) gewarnt. Immer wieder knapp seien Vakzine gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken sowie Tollwut, Gelbfieber, Grippe, Typhus oder Cholera. „Schuld daran sind die Monopolisierung der Hersteller, die Globalisierung der Impfstoffmärkte und die Rabattvertragspolitik der gesetzlichen Krankenkassen“, kritisiert die Fach­gesellschaft. Das ohnehin zu geringe Forschungsinteresse der Unternehmen nehme so noch weiter ab.

Die GfV hat in einer Stellungnahme Forderungen an die Gesundheitspolitiker von Bund und Ländern gestellt: Die zuständige Bundesoberbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut, sollte danach Lieferengpässe systematisch erfassen. Rabattverträge sollten abgeschafft werden, so dass Ärzte und Patienten wieder frei zwischen Impfstoffen wählen könnten. „Stattdessen müssen in Deutschland neue Methoden der Kostenkontrolle eingeführt werden“, sagte Thomas Mertens, Präsident der GfV.

Die Forschung benötige Anreize, neue Impfstoffe zu entwickeln und die Schutzwirkung bereits zugelassener Impfstoffe zu vergleichen. „Dafür wäre mehr finanzielle Unterstützung nötig, aber auch zusätzliche Förderinstrumente etwa des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) oder der EU würden helfen“, sagte der GfV-Vizepräsident Hartmut Hengel.

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Arzneimittel und Impfstoffe: Verfügbarkeit wird zum Problem

Wegen Lieferengpässen sind zurzeit drei Impfstoffe der Firma Glaxosmithkline nicht verfügbar. Der Fall hat die Diskussion um Ursachen und Folgen solcher Engpässe neu entfacht. Eine Nachricht, die für Schlagzeilen sorgte: Die Pharmafirma Glaxosmithkline (GSK) teilt mit, dass sie im Laufe des ersten Quartals 2014 die Lieferung von drei Impfstoffen einstellen muss

© hil/aerzteblatt.de

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