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Jugendliche mit Mukoviszidose brauchen besondere Unterstützung

Donnerstag, 24. April 2014

Wiesbaden – Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat angemahnt, an Mukoviszidose erkrankte Jugendliche beim Wechsel vom Kinder- zum Erwachsenen­mediziner besser zu unterstützen. Denn gerade bei dieser Erkrankung fehlten als Folge der früher geringeren Lebenserwartung der Patienten in der Erwachsenenmedizin Versorgungsstrukturen, so die Fachgesellschaft.

Laut DGIM leiden etwa 8.000 Menschen in Deutschland an Mukoviszidose. „In der Adoleszenz geht es um die Auseinandersetzung mit Autoritäten, um das eigene Aussehen, den künftigen Beruf, Sexualität und Partnerwahl“, erklärte Christina Smaczny, Oberärztin am Universitätsklinikum Frankfurt. Für chronisch Kranke sei deshalb das Heranwachsen eine besonders schwierige Lebensphase. „Denn sie sind zusätzlich mit ihrer Krankheit, Therapien und nicht zuletzt der Frage einer möglicherweise geringen Lebenserwartung konfrontiert“, sagt Smaczny. Die behandelnden Ärzte spielten in diesem Alter eine wichtige Rolle.

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„Wechselt der Patient in die Erwachsenenmedizin, darf es nicht nur um eine Übergabe der Akten gehen“, betonte die Expertin. Darüber hinaus müssten auch Therapiekonzepte besprochen und abgeglichen werden. Der junge Patient müsse sich im Versorgungs­system der Erwachsenenmedizin „angenommen“ fühlen, damit er kooperiere. Auch die Kinderärzte sieht die Fachgesellschaft als wichtigen Partner: „Die Pädiatrie muss bereit sein, den Patienten in die Erwachsenenmedizin überzuleiten“, verwies der DGIM-Vor­sitzende Michael Manns.

Wann der richtige Zeitpunkt für eine Transition ist, hänge von vielen Umständen ab: der Reife des Betroffenen, seiner Bereitschaft für einen Wechsel und dem Gesundheits­zustand. Weil Mukoviszidose-Patienten früher selten das Erwachsenenalter erreicht haben, fehlten hier noch Erfahrungswerte. „Funktioniert die Transition nicht, kann dies unmittelbar Auswirkungen haben auf Gesundheitszustand und Lebenserwartung der Patienten“, warnte Smaczny. © hil/aerzteblatt.de

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