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Ärzteschaft

Bei Flüchtlingskindern auf Impfungen achten

Mittwoch, 30. April 2014

Berlin – Flüchtlingskinder müssen nach ihrer Einreise in Deutschland medizinisch beson­ders sorgfältig betreut werden. Darauf hat die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ), Dachverband der kinder- und jugendmedizinischen Gesell­schaften, hingewiesen. „Diese Kinder müssen dringend besser versorgt werden – und zwar gleich nach der Einreise“, sagte Manfred Gahr, der Generalsekretär der DAKJ. Er wies auf Artikel drei und Artikel 24 der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen hin, wonach Kinder ein Recht auf eine bestmögliche medizinische Versorgung haben.

Besonders wichtig sind laut der DAKJ die Impfungen. Warnungen, dass beispielsweise Flüchtlinge aus Syrien wieder aufgetretene Poliomyelitis-Erkrankungen nach Deutsch­land einschleppen könnten, kamen bereits vom Robert Koch-Institut und von dem Bundesverband Polio Selbsthilfe.

„Geeignete medizinische Maßnahmen für immigrierende Kinder gleich nach der Einreise zu treffen ist auch angesichts der zunehmenden Impfmüdigkeit in Deutschland von großer Bedeutung“, so Gahr. Das Hineintragen neuer Krankheiten könnte im schlimmsten Fall dazu führen, dass längst bekämpfte Krankheiten in Deutschland wieder Einzug hielten.

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Die Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen der DAKJ hat unter Vorsitz von Ulrich Heininger eine ausführliche Anleitung und Stellungnahme herausgegeben, in der geeignete medizinische Maßnahmen für immigrierende Kinder und Jugendliche aufgeführt werden. „Wir fordern die zuständigen Kostenträger auf, die Erstattung dieses medizinischen Untersuchungsprogramms verbindlich zu regeln“, betonte Heininger. © hil/aerzteblatt.de

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