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Marburger Partikeltherapie: Gründung einer Betriebsgesellschaft im Gespräch

Montag, 28. April 2014

Marburg – Für die stillstehende Marburger Partikeltherapie-Anlage zur Krebsbehandlung könnte sich eine Lösung anbahnen. Die Gründung einer Betriebsgesellschaft für die Anlage zeichne sich deutlich ab, sagte ein Sprecher der Rhön-Klinikum AG am Montag. Es gebe aber noch keine Einigung. Zuvor hatten die Oberhessische Presse und die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)  über die mögliche Gründung einer solchen Gesellschaft durch das Heidelberger Uniklinikum und Rhön berichtet. Der Klinikkonzern will sich am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz zur Zukunft der Anlage äußern.

Rhön verhandelt seit Monaten mit Heidelberg, wo es bereits eine Partikeltherapie gibt, sowie mit dem Anlagen-Hersteller Siemens über ein Betriebskonzept. Nach Angaben der FAZ wäre das Uniklinikum Heidelberg Hauptanteilseigner an der Gesellschaft und für den Betrieb sowie die Versorgung der Patienten verantwortlich. Auch Marburger Ärzte könnten demnach dort Kranke behandeln. Mit einer ersten Therapiesitzung wäre in etwa eineinhalb Jahren zu rechnen, schreibt die Zeitung. Das Uniklinikum Heidelberg wollte sich am Montag nicht äußern.

Rhön hätte als privater Betreiber der Uniklinik Gießen-Marburg eigentlich schon längst die rund 100 Millionen Euro teure Anlage nutzen sollen. Bislang ist hier aber noch kein Patient bestrahlt worden. Das Land will deshalb klagen und 100 Millionen Euro zurückfordern. Eine mehrfach verlängerte Frist für eine Einigung läuft am Mittwoch ab.

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Primäres Ziel der Landesregierung bleibe die Inbetriebnahme der Partikeltherapie-Anlage, teilte das Wissenschaftsministerium mit. „Die Verhandlungen sind innerhalb der vergangenen Wochen soweit vorangekommen, dass die Verhandlungspartner in Kürze eine Entscheidung treffen könnten.“

Eine mögliche Betreibergesellschaft von Rhön und Heidelberger Uniklinik stieß beim gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Spies, auf Kritik: Rhön sei „verpflichtet, die Partikeltherapie als 100-prozentige Tochtergesellschaft zu führen“, teilte er mit. Die Linken-Fraktionschefin Janine Wissler forderte die Landesregierung laut Mitteilung zur genauen Prüfung auf, da es um Steuermittel in dreistelliger Millionenhöhe gehe. © dpa/aerzteblatt.de

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