NewsHochschulenNeue Technik für fokale Therapie des Prostatakarzinoms in Magdeburg
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Neue Technik für fokale Therapie des Prostatakarzinoms in Magdeburg

Mittwoch, 30. April 2014

Magdeburg – Ein neues System zu sogenannten fokalen Therapie bei Prostatakarzinom etabliert die Universitätsklinik für Urologie und Kinderurologie in Magdeburg. Das neue System fasst drei Schritte in einer einzigen Sitzung zusammen: die Diagnostik über eine dreidimensionale Bildfusion von Ultraschall und MRT, eine roboterassistierte Therapie­planung und drittens die gering-invasive Behandlung mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall.

Prostatakrebs ist mit voraussichtlich 70.000 Neuerkrankungen 2014 die häufigste männ­liche Tumorerkrankung. Die Betroffenen stehen dabei oft im Spannungsfeld zwischen Radikaltherapien auf der einen und der sogenannten aktiven Überwachung auf der anderen Seite. „Als erfolgreiche Alternative in diesem Dilemma hat sich in den vergan­genen Jahren bei bestimmten Prostatakarzinomen die fokale Therapie etabliert, bei der ausschließlich der bösartige Tumor behandelt wird und die Prostata im Ganzen weitgehend erhalten bleiben kann“, erläutert Martin Schostak, Direktor der Universitäts­klinik für Urologie und Kinderurologie Magdeburg.

Anzeige

Das neue Gerät, welches die Magdeburger einsetzen, ist eine Weiterentwicklung des bekannten hochintensiven fokussierten Ultraschalls (HIFU). Bei diesem Verfahren werden Ultraschallwellen auf mehrere kleine Brennpunkte in der Prostata fokussiert. Dort wird die Energie in Hitze umgewandelt und der Krebs wird bei Temperaturen von bis zu 80 Grad Celsius zerstört. Die Behandlung endet direkt am Ende der Läsion. Im Unterschied zur bisherigen Gerätegeneration können im Rahmen der Therapie nicht nur Live-Ultraschall, sondern auch andere bildgebende Verfahren wie eine multiparametrische Kern­spintomografie dreidimensional fusioniert und zur Therapieplanung sowie -steuerung eingesetzt werden.

Der Eingriff kann in Regionalanästhesie erfolgen. Die Therapie dauert, je nach behan­delter Zone, zwischen 30 Minuten und zwei Stunden. Der stationäre Aufenthalt beträgt drei bis vier Tage. Jede Behandlung wird in einer speziellen HIFU-Registry erfasst und erfolgt im Rahmen einer von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Studie. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

7. September 2020
Heidelberg – Nicht nur ein manifestes Prostatakarzinom beim Vater oder Bruder erhöhen das Risiko für die Krebserkrankung beim Sohn oder Bruder. Das Risiko für Prostatakrebs ist auch bei Vorstufen in
Prostatakrebsvorstufen in der Verwandtschaft erhöhen das Erkrankungsrisiko
18. August 2020
Köln – Erwachsene Männer mit nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Hochrisiko-Prostatakarzinom können von einer Therapie mit dem Wirkstoff Enzalutamid profitieren – dies verlängert ihre
Enzalutamid kann Überlebenszeit bei Prostatakarzinom verlängern
4. August 2020
Köln – Männer mit nicht metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (nmCRPC) profitieren von einer ergänzenden Behandlung mit dem Wirkstoff Darolutamid. Zu diesem Ergebnis kommt das
Patienten mit Prostatakarzinom profitieren von Therapie mit Darolutamid
14. Juli 2020
Hamburg/Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Urologie kritisiert einen Health-Technology-Assessment-Bericht (HTA) zur Fusionsbiopsie bei Verdacht auf Prostatakrebs, den das Institut für Qualität und
Urologen sehen Nutzen einer Fusionsbiopsie bei Verdacht auf Prostatakrebs
17. Juni 2020
Myrtle Beach/South Carolina – Der orale GnRH-Antagonist Elagolix hat in einer Phase- 3-Studie die Testosteronwerte von Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom rascher gesenkt und häufiger
GnRH-Antagonist Relugolix bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom wirksamer
12. Juni 2020
Köln − Bei Verdacht auf ein Prostatakarzinom hat eine Fusionsbiopsie im Vergleich zur bisher üblichen transrektalen oder transperinealen Ultraschallbiopsie keinen höheren Nutzen oder Schaden. Zu
Prostatakrebs: Kein Anhaltspunkt für höheren Nutzen der Fusionsbiopsie
5. Juni 2020
Alexandria – Die Positronenemissions-Tomografie (PET) mit radioaktiv markierten, niedermolekularen Liganden des Prostata-spezifischen Membranantigens (PSMA) hat in den letzten Jahren Einzug in die
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER