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Neue Technik für fokale Therapie des Prostatakarzinoms in Magdeburg

Mittwoch, 30. April 2014

Magdeburg – Ein neues System zu sogenannten fokalen Therapie bei Prostatakarzinom etabliert die Universitätsklinik für Urologie und Kinderurologie in Magdeburg. Das neue System fasst drei Schritte in einer einzigen Sitzung zusammen: die Diagnostik über eine dreidimensionale Bildfusion von Ultraschall und MRT, eine roboterassistierte Therapie­planung und drittens die gering-invasive Behandlung mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall.

Prostatakrebs ist mit voraussichtlich 70.000 Neuerkrankungen 2014 die häufigste männ­liche Tumorerkrankung. Die Betroffenen stehen dabei oft im Spannungsfeld zwischen Radikaltherapien auf der einen und der sogenannten aktiven Überwachung auf der anderen Seite. „Als erfolgreiche Alternative in diesem Dilemma hat sich in den vergan­genen Jahren bei bestimmten Prostatakarzinomen die fokale Therapie etabliert, bei der ausschließlich der bösartige Tumor behandelt wird und die Prostata im Ganzen weitgehend erhalten bleiben kann“, erläutert Martin Schostak, Direktor der Universitäts­klinik für Urologie und Kinderurologie Magdeburg.

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Das neue Gerät, welches die Magdeburger einsetzen, ist eine Weiterentwicklung des bekannten hochintensiven fokussierten Ultraschalls (HIFU). Bei diesem Verfahren werden Ultraschallwellen auf mehrere kleine Brennpunkte in der Prostata fokussiert. Dort wird die Energie in Hitze umgewandelt und der Krebs wird bei Temperaturen von bis zu 80 Grad Celsius zerstört. Die Behandlung endet direkt am Ende der Läsion. Im Unterschied zur bisherigen Gerätegeneration können im Rahmen der Therapie nicht nur Live-Ultraschall, sondern auch andere bildgebende Verfahren wie eine multiparametrische Kern­spintomografie dreidimensional fusioniert und zur Therapieplanung sowie -steuerung eingesetzt werden.

Der Eingriff kann in Regionalanästhesie erfolgen. Die Therapie dauert, je nach behan­delter Zone, zwischen 30 Minuten und zwei Stunden. Der stationäre Aufenthalt beträgt drei bis vier Tage. Jede Behandlung wird in einer speziellen HIFU-Registry erfasst und erfolgt im Rahmen einer von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Studie. © hil/aerzteblatt.de

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