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Bayer mit Milliardenzukauf in USA

Dienstag, 6. Mai 2014

Leverkusen – Mit einer milliardenschweren Übernahme in den USA stärkt der Chemie- und Pharmakonzern Bayer seine Geschäfte in der Gesundheitssparte. Für 14,2 Milliarden Dollar (10,4 Mrd. Euro) werde Bayer die Sparte rezeptfreie Arzneien vom US-Pharmaunternehmen Merck & Co. erwerben, kündigte der Leverkusener Konzern am Dienstag an. Beide Seiten unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung.

Bayer-Chef Marijn Dekkers sprach von einem „Meilenstein auf unserem Weg zur angestrebten globalen Marktführerschaft“ auf diesem Gebiet.

Die Akquisition ist die zweitgrößte in der Geschichte des Unternehmens nach der Übernahme des Pharmaherstellers Schering für 17 Milliarden Euro. Weltweit rücke Bayer auf dem Gebiet rezeptfreier Medikamente, die auch als OTC-Produkte (Over-The-Counter) bezeichnet werden, auf Rang zwei vor. Der gemeinsame Umsatz belaufe sich 2013 zusammengerechnet auf ein Volumen von 5,5 Milliarden Euro, hieß es weiter.

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Bayer will den Erwerb mit einem Brückenkredit zwischenfinanzieren. Dieser werde von der Bank of America Merrill Lynch, BNP Paribas und Mizuho bereitgestellt. Die Transaktion müsse noch von den Kartellbehörden genehmigt und soll dann im zweiten Halbjahr 2014 abgeschlossen werden, erklärte Bayer. Bereits nach dem ersten Jahr des Vollzugs soll der Zukauf einen positiven Beitrag von 2 Prozent zum bereinigten Konzernergebnis je Aktie leisten. Aus der Integration erwarte Bayer zudem Kosteneinsparungen von 200 Millionen US-Dollar pro Jahr ab 2017.

Über das Kaufinteresse von Bayer an den OTC-Produkten von Merck & Co war in den vergangenen Wochen mehrfach spekuliert worden. Die nun anstehende Transaktion passt zugleich ins Bild einer Branche, die derzeit von einer grassierenden Übernahmewelle gepackt ist.

Über die Avancen von Bayer in den USA äußerte sich das Unternehmen lange Zeit nicht. Neben den Leverkusenern war vor allem der britische Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser an den rezeptfreien Medikamenten von Merck & Co interessiert. Mitte vergangener Woche kündigte das Unternehmen seinen Ausstieg aus den Verhandlungen an. Damit war der Weg offenbar frei für den Bayer-Konzern.

Bayer stärke durch den Zukauf seine Ertragskraft im Geschäftsbereich mit rezeptfreien Medikamenten ganz erheblich, betonte Dekkers. Neben der Übernahme vereinbarte Bayer mit dem US-Pharmariesen eine Kooperation auf dem Gebiet von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier bündelten zwei der führenden Unternehmen auf diesem Gebiet ihre Kompetenzen, hieß es. Merck & Co. werde Zahlungen in Höhe von bis zu

1,5 Milliarden Euro an Bayer leisten, unter anderem für die gemeinsame Vermarktung von Produkten. © dpa/aerzteblatt.de

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