NewsÄrzteschaftConhIT: KV Telematik GmbH will neue E-Dienste für Ärzte voranbringen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

ConhIT: KV Telematik GmbH will neue E-Dienste für Ärzte voranbringen

Mittwoch, 7. Mai 2014

Berlin – Die Ende 2013 gegründete  KV Telematik GmbH, eine 100prozentige Tochter­gesellschaft der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) mit Sitz in Berlin, wird künftig Telematik-Dienstleistungen für die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen)  und die niedergelassenen Ärzte erbringen. „Wir sind keine Konkurrenz zur Industrie“, betonte Florian Fuhrmann, Geschäftsführer des Unternehmens, bei der Gesundheits-IT-Kongressmesse ConhIT in Berlin. Ziel sei es vielmehr, gemeinsam mit den Herstellern von Praxisverwaltungssystemen (PVS) die IT in den Arztpraxen „zu revolutionieren“.

Über den ärztlich kontrollierten Kommunikationskanal KV-Connect, der auf dem sicheren Netz der KVen beruht und bereits in allen zertifizierten PVS-Systemen integriert ist, sollen system- und organisationsübergreifende Kommunikationsprozesse direkt aus der jeweiligen Praxissoftware heraus ermöglicht werden. „Der Vorteil für die Industrie liegt darin, dass KV-Connect die Dienste aus den Portalen der KVen ins Praxisverwaltungs­system der Ärzte bringt“, erläuterte Fuhrmann.

Elektronischer Arztbrief ab dem vierten Quartal
Bisher steht nur die „1-Click-Anwendung“ für die einfache Online-Abrechnung der Ärzte und Psychotherapeuten mit den KVen als KV-Connect-Dienst bereit, doch jetzt sollen sukzessive weitere Anwendungen spezifiziert und realisiert werden. So wird laut Fuhrmann der elektronische Arztbrief bereits ab dem vierten Quartal über KV-Connect zur Verfügung stehen. Einige PVS-Hersteller hätten den E-Arztbrief bereits umgesetzt und befänden sich derzeit im Testbetrieb, berichtete Fuhrmann. Die endgültige Spezifikation hierfür soll im Juli vorliegen. Als weitere Projekte könnten das sichere Mailing, die elektronische Abwicklung von Disease-Management-Programmen, die Labordatenübertragung und die Prüfung der Arznei­mittel­therapie­sicherheit folgen.

Anzeige

Die Aufgabenverteilung bei der Zusammenarbeit: Die KV Telematik GmbH sorgt für die Weiterentwicklung der Clients und stellt diese den PVS-Anbietern zur Verfügung. Zudem übernimmt sie die Konzeptionierung und Spezifizierung von Anwendungen sowie den Betrieb der Testumgebung und des Produktivsystems. Die Softwarehersteller hingegen sorgen für die Einbindung des KV-Connect-Clients ins PVS, setzen die Spezifizierungen in der Arztsoftware um und können sich an der Weiterentwicklung der Spezifikationen beteiligen. Ebenso liegt der Vertrieb von Anwendungen und von KV-Connect weiterhin bei den Systemherstellern.

Ein Online-Portal, das über die Projekte der KV Telematik GmbH informiert und deren Zusammenarbeit mit KVen und Industrie unterstützt, soll Ende Mai fertig sein.

Eine kritische Frage aus dem Auditorium, ob mit diesem Vernetzungsprojekt der KVen  letztlich eine teure Parallelstruktur zur geplanten bundesweiten Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) aufgebaut werde,  beantwortete Fuhrmann dilatorisch: „Wir warten nicht auf die fertige TI, sondern wir haben die Zusage vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, dass wir als Netz der KVen  mit unseren Anwendungen, wenn es soweit ist, an die Telematik­infrastruktur angeschlossen werden.“ © KBr/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

12. August 2019
Hamburg – Die Techniker Krankenkasse (TK) baut ihr Pilotprojekt zum elektronischen Rezept (E-Rezept) weiter aus. Mit der Hanseatischen Krankenkasse (HEK) ist jetzt eine weitere Ersatzkasse dem Projekt
Pilotprojekt zum elektronischen Rezept ausgebaut
9. August 2019
Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen (NRW) will die Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen intensiver nutzen. Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) hat dazu heute gemeinsam mit den
Virtuelles Krankenhaus: Nordrhein-Westfalen will fachärztliche Expertise digital bündeln
9. August 2019
Berlin – Die elektronische Patientenakte (ePA) ist ein Zugewinn an Sicherheit bei der Nutzung von Gesundheitsdaten. Das betont die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der
Elektronische Patientenakte sicherer als Faxgerät
9. August 2019
Berlin – Um die Pauschale für Konnektoren zum Anschluss der Praxen an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) gibt es neuen Streit. Die Krankenkassen wollen die Pauschale für Ärzte rückwirkend zum 1. Juli
Schiedsamt erneut bei Finanzierungsvereinbarung für Tele­ma­tik­infra­struk­tur gefragt
9. August 2019
Freiburg – Wissenschaftler um Philipp Kellmeyer von der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg und des Freiburg Institute of Advanced Studies (FRIAS), haben davor gewarnt,
Wissenschaftler warnen vor leichtfertigem Einsatz von Virtual Reality in der Medizin
8. August 2019
Koblenz – Die Compugroup Medical SE (CGM) hat im zweiten Quartal diesen Jahres einen Umsatzrückgang und einen Gewinneinbruch verbüßt. Der Umsatz des auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierten
Compugroup muss Gewinneinbruch hinnehmen
6. August 2019
Mainz – Ein positives Fazit des Modellprojektes „Rheinland-Pfalz atmet durch – Telemedizin für eine gesunde Lunge“ hat das Mainzer Ge­sund­heits­mi­nis­terium gezogen. „Wir sind stolz darauf, dass wir in
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER