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Ärzteschaft

ConhIT: KV Telematik GmbH will neue E-Dienste für Ärzte voranbringen

Mittwoch, 7. Mai 2014

Berlin – Die Ende 2013 gegründete  KV Telematik GmbH, eine 100prozentige Tochter­gesellschaft der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) mit Sitz in Berlin, wird künftig Telematik-Dienstleistungen für die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen)  und die niedergelassenen Ärzte erbringen. „Wir sind keine Konkurrenz zur Industrie“, betonte Florian Fuhrmann, Geschäftsführer des Unternehmens, bei der Gesundheits-IT-Kongressmesse ConhIT in Berlin. Ziel sei es vielmehr, gemeinsam mit den Herstellern von Praxisverwaltungssystemen (PVS) die IT in den Arztpraxen „zu revolutionieren“.

Über den ärztlich kontrollierten Kommunikationskanal KV-Connect, der auf dem sicheren Netz der KVen beruht und bereits in allen zertifizierten PVS-Systemen integriert ist, sollen system- und organisationsübergreifende Kommunikationsprozesse direkt aus der jeweiligen Praxissoftware heraus ermöglicht werden. „Der Vorteil für die Industrie liegt darin, dass KV-Connect die Dienste aus den Portalen der KVen ins Praxisverwaltungs­system der Ärzte bringt“, erläuterte Fuhrmann.

Elektronischer Arztbrief ab dem vierten Quartal
Bisher steht nur die „1-Click-Anwendung“ für die einfache Online-Abrechnung der Ärzte und Psychotherapeuten mit den KVen als KV-Connect-Dienst bereit, doch jetzt sollen sukzessive weitere Anwendungen spezifiziert und realisiert werden. So wird laut Fuhrmann der elektronische Arztbrief bereits ab dem vierten Quartal über KV-Connect zur Verfügung stehen. Einige PVS-Hersteller hätten den E-Arztbrief bereits umgesetzt und befänden sich derzeit im Testbetrieb, berichtete Fuhrmann. Die endgültige Spezifikation hierfür soll im Juli vorliegen. Als weitere Projekte könnten das sichere Mailing, die elektronische Abwicklung von Disease-Management-Programmen, die Labordatenübertragung und die Prüfung der Arznei­mittel­therapie­sicherheit folgen.

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Die Aufgabenverteilung bei der Zusammenarbeit: Die KV Telematik GmbH sorgt für die Weiterentwicklung der Clients und stellt diese den PVS-Anbietern zur Verfügung. Zudem übernimmt sie die Konzeptionierung und Spezifizierung von Anwendungen sowie den Betrieb der Testumgebung und des Produktivsystems. Die Softwarehersteller hingegen sorgen für die Einbindung des KV-Connect-Clients ins PVS, setzen die Spezifizierungen in der Arztsoftware um und können sich an der Weiterentwicklung der Spezifikationen beteiligen. Ebenso liegt der Vertrieb von Anwendungen und von KV-Connect weiterhin bei den Systemherstellern.

Ein Online-Portal, das über die Projekte der KV Telematik GmbH informiert und deren Zusammenarbeit mit KVen und Industrie unterstützt, soll Ende Mai fertig sein.

Eine kritische Frage aus dem Auditorium, ob mit diesem Vernetzungsprojekt der KVen  letztlich eine teure Parallelstruktur zur geplanten bundesweiten Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) aufgebaut werde,  beantwortete Fuhrmann dilatorisch: „Wir warten nicht auf die fertige TI, sondern wir haben die Zusage vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, dass wir als Netz der KVen  mit unseren Anwendungen, wenn es soweit ist, an die Telematik­infrastruktur angeschlossen werden.“ © KBr/aerzteblatt.de

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