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Medizinische Spitzenforschung braucht Unterstützung

Donnerstag, 8. Mai 2014

dpa

Köln – Auf notwendige Rahmenbedingungen für erstklassige medizinische Forschung hat das Netzwerk der Koordinierungszentren für Klinische Studien (KKS-Netzwerk) hingewiesen. Dazu gehöre zum Beispiel, dass Forschungseinrichtungen, Krankenhäuser und Unternehmen räumlich und inhaltlich eng zusammenarbeiteten.

Notwendig sei außerdem gut ausgebildetes Personal. „Klinische Forschung ist in der Regel multizentrisch und meist international, hier bedarf es Spezialisten, die die Umsetzung von Forschungsideen mit dem nötigen Know-how, guten Kontakten und entsprechend hoher Qualität nach internationalen Richtlinien unterstützen können“, sagte Carmen Schade-Brittinger, Vorstandssprecherin des KKS-Netzwerks.

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Gerade im Hinblick auf den wachsenden Wettbewerbsdruck könne sich eine Universität klinische Forschung ohne studienunterstützende Kompetenz vor Ort strategisch nicht leisten.

Das KKS-Netzwerk plädiert dafür, die Koordinierungszentren stärker dafür zu nutzen, die medizinische Forschung in Deutschland voranzubringen. Die Zentren beraten Ärzte, Studiengruppen, Kompetenznetze und Unternehmen bei der Realisierung ihrer Studien­idee, helfen bei der Beantragung von Fördergeldern und bieten Wissenschafts­dienstleistungen rund um die Planung, Durchführung und Publikation klinischer Studien.

Die Zentren haben darüber hinaus standardisierte Arbeitsanweisungen für klinische Studien entwickelt. Sie sollen dabei helfen, hohe Qualitätsstandards in der akade­mischen Forschung zu etablieren. Die Koordinierungszentren halten diese Arbeits­anweisungen auf dem neuesten Stand und stellen sie der Hochschulgemeinschaft kostenlos zur Verfügung.

„Qualifizierter Studiensupport für klinische Forschungsprojekte muss im Hoch­schul­system organisatorisch und budgetär langfristig verankert werden“, so Schade-Brittinger. Das KKS-Netzwerk fordere daher eine dauerhafte finanzielle Unterstützung durch Bund oder Länder für die Koordinierungszentren, um medizinische Spitzen­forschung zu ermöglichen. © hil/aerzteblatt.de

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