NewsAuslandUN-Expertin: Ärmere Länder werden durch Organhandel ausgebeutet
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

UN-Expertin: Ärmere Länder werden durch Organhandel ausgebeutet

Montag, 12. Mai 2014

Wien – Der verbotene Handel mit Organen geht nach Ansicht einer UN-Expertin vor allem zulasten ärmerer Länder. „Mittelsmänner gehen gezielt in Armutsviertel, um Spender zu finden”, sagte Silke Albert vom UN-Büro für Drogen- und Verbrechens­bekämpfung (UNODC) in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa am Rande der UN-Jahreskonferenz zur Kriminalitätsbekämpfung in Wien.

Die Organe der oftmals unfreiwilligen Spender würden dann meist an Kliniken beziehungsweise Patienten aus reicheren Ländern verkauft. „Das ist ein globales Problem.” Zwischen 2007 und 2011 seien dem UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung 50 Fälle von verbotenem Menschenhandel zum Zweck der Organentnahme aus 16 Ländern gemeldet.

Anzeige

Auch wenn die Zahlen gering erschienen, ist sich Albert sicher, dass „das nur die Spitze des Eisbergs ist. Die meisten Fälle werden von nationalen Strafverfolgungsbehörden nicht entdeckt", sagte sie. Organ- und Menschenhandel sind zwei Themen der Konferenz in Wien. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER