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Politik

Wirtschaftsprüfer erwarten Bettenmangel im Krankenhaus ab 2020

Dienstag, 13. Mai 2014

dpa

Düsseldorf/München – Die Fallzahlen im Krankenhaus sollen von 19 Millionen jährlich auf 22 Millionen im Jahr 2030 anwachsen. Schon ab 2020 soll es in vielen Bundes­ländern trotz einer abnehmenden Verweildauer deshalb zu wenige Betten geben. Das prognostiziert die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte zusammen mit der Hochschule Rhein-Waal.

Laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) ist die Zahl der Krankenhausbetten zwischen den Jahren 2000 und 2012 bundesweit von 559.700 auf 501.500 gesunken. Wegen der sinkenden Verweildauer ist die Auslastung im gleichen Zeitraum von 81,9 Prozent auf 77,4 Prozent zurückgegangen.

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Der sogenannte Deloitte Health Care Indikator 2014 kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Fallzahlen in Neurologie, Augenheilkunde, Orthopädie, Urologie und Innerer Medizin besonders deutlich ansteigen werden und es trotz der leicht gesunkenen Auslastung in den vergangenen Jahren bereits in naher Zukunft zu wenige Krankenhausbetten gibt.

In der Frauenheilkunde und Geburtshilfe hingegen erwartet die Studie einen Rückgang der Fallzahlen zwischen vier und fünf Prozent.

Der Anstieg der Fallzahlen im Krankenhaus soll sich laut dem Health Care Indikator 2014 von heute knapp 300.000 zusätzlichen Fällen pro Jahr auf 162.000 im Jahr 2030 verlang­samen. Für den fortdauernden Anstieg sorgt in erster Linie die Altersgruppe über 60 Jahren. Bis 2030 wächst ihr Anteil an den Fallzahlen von derzeit 51 auf 61 Prozent im Jahr 2030 – ein Anstieg um 3,5 Millionen Fälle. Dasselbe gilt für ihren Anteil an den Pflegetagen bis 2030 von 58,4 auf 67,4 Prozent. „Zwei von drei Krankenhausbetten werden künftig von Patienten ab 60 Jahren belegt“, hieß es aus der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte.

Die Studie beleuchtet auch regionale Unterschiede bei den Fallzahlen: Sie wachsen in Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin stark, in vielen östlichen Bundesländern langsam und sie stagnieren in Sachsen-Anhalt. „Beim Bettenangebot ist in Baden-Württemberg, Berlin, Schleswig-Holstein und Niedersachsen trotz aktueller Überkapazitäten schon 2020, in Bayern bis 2025 mit einer Unterversorgung zu rechnen“, so Deloitte. © hil/aerzteblatt.de

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