NewsPolitikNeuer bayerischer Krankenhausplan stärkt psychiatrische Versorgung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Neuer bayerischer Krankenhausplan stärkt psychiatrische Versorgung

Mittwoch, 14. Mai 2014

München – Auf Veränderungen im bayerischen Krankenhausplan hat die Gesund­heitsministerin des Landes, Melanie Huml (CSU), hingewiesen. „Der Krankenhaus­planungsausschuss hat wichtige Projekte im Bereich der stationären Psychiatrie sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie auf den Weg gebracht. Denn psychische Gesundheit spielt für die Lebensqualität eine ebenso wichtige Rolle wie die körperliche Gesundheit“, sagte sie.

Im Einzelnen seien geplant:

  • In Unterfranken soll eine weitere dezentrale psychiatrische Versorgungsklinik des Bezirks mit zukünftig 50 Betten in Anbindung an das Klinikum Aschaffenburg entstehen. Die Tagesklinik Aschaffenburg für Psychiatrie des Bezirkskrankenhauses Lohr wird in diesem Zusammenhang um zehn Plätze erweitert. Darüber hinaus werden die Psychiatrie-Kapazitäten am Klinikum Nürnberg um 13 Betten sowie zehn Plätze erhöht. An der kbo-Lech-Mangfall-Klinik in Landsberg am Lech entsteht eine zusätzliche Tagesklinik mit 15 Plätzen.
  • In der nördlichen Oberpfalz soll ein umfassendes regionales Versorgungsangebot für psychisch kranke Kinder und Jugendliche entstehen.
  • In Mittelfranken wird die stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung gestärkt. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Bezirksklinikum Ansbach wird um zusätzliche 13 Betten erweitert. Damit ist laut Huml künftig eine umfassende Behandlung aller Altersgruppen möglich, einschließlich der Betreuung intensivbehandlungsbedürftiger Kinder und Jugendlicher.

Der Krankenhausplanungsausschuss hat bei seiner gestrigen Sitzung auch seine bisherigen Grundsätze für die herzchirurgische Versorgungsplanung bekräftigt. Dabei ging er von der Tatsache aus, dass der aktuelle herzchirurgische Versorgungsbedarf in Bayern durch die zugelassenen 13 herzchirurgischen Einrichtungen vollständig abgedeckt wird. Ein Paradigmenwechsel weg von einer Versorgung in großen Zentren hin zu kleinen und dezentralen herzchirurgischen Einheiten lehnte der Ausschuss ab.

Anzeige

Krankenhausplanung: Die Marktkräfte zügeln

Die Aufgabe der Länder, eine bedarfsgerechte Versorgung mit Krankenhausleistungen zu gewährleisten, hat sich mit der Einführung des DRG-Systems verändert. Ein Blick nach Nordrhein-Westfalen, wo gerade ein neuer Krankenhausplan entsteht Am 7. März tagt in Düsseldorf der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales: Bei der Anhörung geht es ausschließlich um den vom nordrhein-westfälischen

Der Krankenhausplanungsausschuss sprach sich außerdem dafür aus, die Klinik Münchberg als Kooperationsklinik in das Schlaganfallnetzwerk STENO aufzunehmen. Damit werden künftig 18 Kliniken mit den überregionalen Schlaganfallzentren kooperieren. Diese Zentren sind die Neurologische Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg, die Klinik für Neurologie im Klinikum Nürnberg-Süd und das Krankenhaus Hohe Warte Bayreuth.

Schließlich befürwortet der Ausschuss die Aufnahme des Kreiskrankenhauses Rottalmünster als Kooperationsklinik in das Schlaganfallnetzwerk TEMPiS. In dem Netz kooperieren 18 Kliniken mit den Kompetenzzentren München-Harlaching und Regensburg. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

8. Oktober 2019
Kassel – Der erste Senat des Bundessozialgerichts (BSG) hat zwei Entscheidungen zur Arbeit der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) getroffen: Erstens dürfen Krankenkassen Programme für das
Krankenkassen dürfen Versorgungsmanagement nicht an private Beratungsunternehmen delegieren
27. September 2019
Jena – Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Thüringen hat eine zuverlässige, gutachterbasierte Krankenhausplanung gefordert, die sich an der demografischen Entwicklung und der Erkrankungshäufigkeit in Thüringen
Landesärztekammer Thüringen für neuen Ansatz bei der Krankenhausplanung
13. September 2019
Berlin – Die gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rungen (GKV) haben sich positiv zur geplanten Neuausrichtung der Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen (NRW) geäußert. Der Vorstoß sei ein Signal, dass die
Krankenkassen begrüßen neue Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen
12. September 2019
Düsseldorf – Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen (NRW) sollen sich künftig auf bestimmte Leistungen spezialisieren. NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) kündigte heute eine Kehrtwende
Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen sollen sich spezialisieren
5. September 2019
Kremmen – Für Brandenburgs Ge­sund­heits­mi­nis­terin Susanna Karawanskij (Linke) ist der Erhalt aller Krankenhausstandorte die vordringlichste Aufgabe für eine bedarfsgerechte Versorgung der Patienten.
Karawanskij will alle Krankenhausstandorte erhalten
6. August 2019
​ Hersbruck/Rothenburg ob der Tauber – „Es ist schlimmer gekommen, als wir befürchtet hatten.“ Zwei Monate nach dem Aus für das Krankenhaus in Hersbruck sieht sich Angelika Pflaum in den
Landkrankenhäuser bleiben in der Diskussion
23. Juli 2019
Berlin – In der Diskussion um die künftige Krankenhauslandschaft in Deutschland hat der Bundesverband Geriatrie (BV Geriatrie) auf die Bedeutung wohnortnaher Versorgungsstrukturen hingewiesen. „Gerade
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER