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Politik

Neuer bayerischer Krankenhausplan stärkt psychiatrische Versorgung

Mittwoch, 14. Mai 2014

München – Auf Veränderungen im bayerischen Krankenhausplan hat die Gesund­heitsministerin des Landes, Melanie Huml (CSU), hingewiesen. „Der Krankenhaus­planungsausschuss hat wichtige Projekte im Bereich der stationären Psychiatrie sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie auf den Weg gebracht. Denn psychische Gesundheit spielt für die Lebensqualität eine ebenso wichtige Rolle wie die körperliche Gesundheit“, sagte sie.

Im Einzelnen seien geplant:

  • In Unterfranken soll eine weitere dezentrale psychiatrische Versorgungsklinik des Bezirks mit zukünftig 50 Betten in Anbindung an das Klinikum Aschaffenburg entstehen. Die Tagesklinik Aschaffenburg für Psychiatrie des Bezirkskrankenhauses Lohr wird in diesem Zusammenhang um zehn Plätze erweitert. Darüber hinaus werden die Psychiatrie-Kapazitäten am Klinikum Nürnberg um 13 Betten sowie zehn Plätze erhöht. An der kbo-Lech-Mangfall-Klinik in Landsberg am Lech entsteht eine zusätzliche Tagesklinik mit 15 Plätzen.
  • In der nördlichen Oberpfalz soll ein umfassendes regionales Versorgungsangebot für psychisch kranke Kinder und Jugendliche entstehen.
  • In Mittelfranken wird die stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung gestärkt. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Bezirksklinikum Ansbach wird um zusätzliche 13 Betten erweitert. Damit ist laut Huml künftig eine umfassende Behandlung aller Altersgruppen möglich, einschließlich der Betreuung intensivbehandlungsbedürftiger Kinder und Jugendlicher.

Der Krankenhausplanungsausschuss hat bei seiner gestrigen Sitzung auch seine bisherigen Grundsätze für die herzchirurgische Versorgungsplanung bekräftigt. Dabei ging er von der Tatsache aus, dass der aktuelle herzchirurgische Versorgungsbedarf in Bayern durch die zugelassenen 13 herzchirurgischen Einrichtungen vollständig abgedeckt wird. Ein Paradigmenwechsel weg von einer Versorgung in großen Zentren hin zu kleinen und dezentralen herzchirurgischen Einheiten lehnte der Ausschuss ab.

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Der Krankenhausplanungsausschuss sprach sich außerdem dafür aus, die Klinik Münchberg als Kooperationsklinik in das Schlaganfallnetzwerk STENO aufzunehmen. Damit werden künftig 18 Kliniken mit den überregionalen Schlaganfallzentren kooperieren. Diese Zentren sind die Neurologische Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg, die Klinik für Neurologie im Klinikum Nürnberg-Süd und das Krankenhaus Hohe Warte Bayreuth.

Schließlich befürwortet der Ausschuss die Aufnahme des Kreiskrankenhauses Rottalmünster als Kooperationsklinik in das Schlaganfallnetzwerk TEMPiS. In dem Netz kooperieren 18 Kliniken mit den Kompetenzzentren München-Harlaching und Regensburg. © hil/aerzteblatt.de

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