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Rhön-Klinikum: Gewinn steigt, Umsatz fällt

Mittwoch, 14. Mai 2014

Bad Neustadt/Saale – Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum ist wegen des Verkaufs eines Großteils seiner Häuser mit einem deutlichen Gewinnsprung ins laufende Jahr gestartet. Unter dem Strich sei das Ergebnis der ersten drei Monate auf rund 1,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern am Mittwoch in Bad Neustadt an der Saale mit.

2013 hatte er im gleichen Zeitraum 24,3 Millionen Euro verbucht. Das Quartal sei stark von Einmaleffekten geprägt: Rhön hatte für rund 3 Milliarden Euro insgesamt 40 Kliniken an den Medizinkonzern Fresenius verkauft, die meisten wechselten Ende Februar den Besitzer.

Der Umsatz sank deshalb um 16,3 Prozent auf 629,5 Millionen Euro. Die Kennziffern des fränkischen Klinikbetreibers seien wegen der neuen Unternehmensstruktur schwer zu interpretieren, schrieb Commerzbank-Analyst Volker Braun in einer Studie. Es sehe jedoch danach aus, als ob sich die „neue Rhön” auf einem guten Weg befinde. Rhön betreibt künftig noch zehn Kliniken an fünf Standorten.

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Wegen der weiter andauernden Neuausrichtung gab Unternehmenschef Martin Siebert erneut keinen Ausblick für dieses Geschäftsjahr. Die Erwartungen für 2015 bestätigte er: Im ersten Jahr in der neuen Aufstellung peilt Rhön Erlöse von 1,06 Milliarden Euro bis 1,12 Milliarden Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 145 Millionen Euro bis 155 Millionen Euro an. Der Konzern wolle von 2015 an um mehr als drei Prozent pro Jahr wachsen, sagte Finanzchef Jens-Peter Neumann in einer Telefonkonferenz. Zusätzlich will Rhön sich auch durch Übernahmen verstärken.

Der Deal mit Fresenius ist inzwischen weitgehend abgeschlossen, nur für die Rhön-Anteile an den Wiesbadener Horst Schmidt Kliniken steht die Zustimmung der Stadt als Mehrheitseigner noch aus. Die Stadtverordneten tagen am 22. Mai.

Rhön will seine Aktionäre an dem Gewinn aus dem Verkauf beteiligen und hat bereits einen Rückkauf eigener Aktien sowie eine Dividende auf dem Niveau des Vorjahres angekündigt. Für den Aktienrückkauf in Höhe von 1,7 Milliarden Euro rechnet das Management mit einer hohen Zustimmung auf der Haupt­ver­samm­lung im Juni. © dpa/aerzteblatt.de

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