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Ärzteschaft

Breite Förderung für ambulante Medizin in Thüringen

Donnerstag, 15. Mai 2014

Erfurt – Auf die vielfältigen Aktivitäten zur Förderung der ambulanten Versorgung in Thüringen hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Bundeslandes hingewiesen. „Gemeinsam mit unseren Vertragspartnern nehmen wir die Herausforderungen des demografischen Wandels und der sich verändernden Rahmenbedingungen an“, sagte die KV-Vorsitzende Annette Rommel bei der Vorstellung des zweiten sogenannten Versorgungsberichtes der KV.

Danach sichern in Thüringen derzeit 4.107 Ärzte und Psychotherapeuten die ambulante Versorgung der Patienten. Ihr Zahl stieg im Vergleich zu 2008 um rund 150. Augenfällig ist laut dem Bericht auch in Thüringen der Trend hin zu Ärzte-Kooperationen: Die Zahl der Medizinischen Versorgungszentren in Thüringen stieg seit 2008 um 50 auf 92.

Gleichzeitig wuchs die Zahl der angestellten Ärzte von 248 im Jahr 2008 auf 676 im Jahr 2013. Dagegen sank die Zahl der Einzelpraxen freiberuflicher Mediziner von 2.563 auf 2.341. „Die Einzelpraxis ist nicht tot, aber der Trend geht dahin, sich zusammen­zuschließen“, sagte Rommel.

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Die Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen vergibt laut dem Versorgungsbericht sogenannte Thüringen-Stipendien an Ärzte in Weiterbildung, die sich nach ihrer Ausbildung im Land niederlassen wollen. Bisher wurden 107 solcher Stipendien an künftige Hausärzte und sechs an künftige Augenärzte vergeben. Das Fördervolumen betrug bisher 1,2 Millionen Euro. Neun der geförderten Stipendiaten haben sich bereits als Hausärzte niedergelassen.

Die Stiftung fördert außerdem Famulaturen in Arztpraxen und hilft bei der Niederlassung im ländlichen Raum. Jungen Ärzten, die sich noch vor einer Niederlassung scheuen, bietet sie Anstellungen in Eigeneinrichtungen an, mit der Option, die Praxis später zu übernehmen.

Für die Neugründung oder Übernahme von insgesamt 15 Hausarztpraxen und vier Facharztpraxen in Thüringer Regionen, in denen Bedarf besteht, stehen 2014 jeweils 60.000 Euro zur Verfügung, für die Gründung von insgesamt 17 Zweigpraxen jeweils 15.000 Euro. In Thüringen fehlt es zur Zeit landesweit an rund 60 Hausärzten, betroffen ist vor allem der Raum Gotha. Engpässe gibt es auch in der fachärztlichen Versorgung, das gilt vor allem für Augenärzte.

Noch in diesem Jahr soll laut dem Bericht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein sogenannter Ärztescout seine Arbeit aufnehmen, der Medizinstudierende für eine spätere Arbeit in der ambulanten Versorgung gewinnen und sie bei der Nutzung von Fördermöglichkeiten unterstützen soll. © hil/aerzteblatt.de

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