NewsÄrzteschaftKV Bayerns plädiert für bessere Unterstützung niedergelassener Psychiater und Psychotherapeuten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KV Bayerns plädiert für bessere Unterstützung niedergelassener Psychiater und Psychotherapeuten

Freitag, 16. Mai 2014

München – Nachdem die stationäre psychiatrische Versorgung im Freistaat durch den bayerischen Krankenhausplan gestärkt werden soll, hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) nun auch entsprechende Unterstützung für den ambulanten Sektor gefordert. „Neben den stationären Einrichtungen leisten auch die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten einen wichtigen Beitrag bei der Versorgung von Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen“, betonte der KVB-Vorstand heute.

Um das hohe Niveau der ambulanten psychiatrischen Versorgung auch in Zukunft gewährleisten zu können, gelte es universitäre Ausbildungsmöglichkeiten auszubauen, Psychotherapeuten besser in die Prävention einzubinden, zusätzliche niederschwellige Behandlungsangebote zu entwickeln sowie das Förderprogramm des Bayerischen Ge­sund­heits­mi­nis­teriums für eine Niederlassung in ländlichen Regionen auf Fachärzte und Psychotherapeuten auszuweiten.

Anzeige

„Eine umfassende Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen beginnt bei einer frühen Erkennung der Erkrankung durch Kinderarzt oder Hausarzt, geht dann weiter über die Behandlung bei ambulant tätigen Ärzten und Psychothera­peuten bis hin zum stationären Aufenthalt von Patienten mit intensiverem Behandlungs­bedarf“, erklärten die KVB-Vorstände Wolfgang Krombholz, Pedro Schmelz und Ilka Enger. Das erfordere ein enges Zusammenspiel aller beteiligten Partner. „Wir setzen darauf, dass Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml deshalb auch die ambulante Versorgung – insbesondere von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen – mit auf ihre Agenda nimmt", so die KV-Chefs.

Bayernweit sind derzeit im ambulanten Bereich rund 150 Kinder- und Jugendpsychiater sowie 630 Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten tätig, die sich ganz speziell um die Belange der jüngeren Patienten kümmern. Hinzu kommen über 3.400 ärztliche und psychologische Psychotherapeuten und 830 Nervenärzte, Neurologen und Psychiater. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

12. August 2019
Berlin – Im Umgang mit psychisch erkrankten Flüchtlingen haben Ärzte und Psychotherapeuten scharfe Kritik am Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) und den Ausländerbehörden geübt. „Wir
Kritik an Behörden für Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen
5. August 2019
Lüdenscheid – Ein neues Nachsorgekonzept für Patienten mit psychischen Erkrankungen hat die Deutsche Rentenversicherung Westfalen mit den Märkischen Kliniken eingerichtet. Es beruht auf einem
Neues Nachsorgekonzept bei psychischen Erkrankungen in Westfalen
1. August 2019
Wollongong/Mannheim/Philadelphia – Parks und Wälder in der Nähe der Wohnung wirken sich positiv auf die psychische Konstitution der Bevölkerung in den Städten aus. Dies kam in einer Kohortenstudie aus
Grünflächen in Städten fördern psychisches Wohlbefinden
1. August 2019
Landshut – Nach einem Zerwürfnis über therapeutische Maßnahmen hat sich das Bezirkskrankenhaus Landshut von dem dortigen Chefarzt der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie getrennt. Der
Chefarzt muss nach Streit um Fixierungen in Psychiatrie gehen
25. Juli 2019
Berlin – Die Zahl der Krankheitstage aufgrund psychischer Probleme hat nach Einschätzung der DAK-Gesundheit stark zugenommen. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Fehltage von
Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen nehmen zu
24. Juli 2019
Leipzig – DDR-Flüchtlinge können Anspruch auf besondere Hilfen und Entschädigung haben, wenn die Flucht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führte. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig sprach
DDR-Flüchtlinge können Entschädigung erhalten
22. Juli 2019
Frankfurt am Main – Wegen der Fixierung und Zwangsmedikation einer Psychiatriepatientin trotz fehlender richterlicher Genehmigung muss das Land Hessen der Frau 12.000 Euro Schmerzensgeld bezahlen.
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER