NewsÄrzteschaftBarrierefreiheit in vielen Arztpraxen noch verbesserungsfähig
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Barrierefreiheit in vielen Arztpraxen noch verbesserungsfähig

Freitag, 16. Mai 2014

Berlin – Viele Arztpraxen sind nicht ausreichend barrierefrei gestaltet. Zu diesem Ergebnis kommt der Verband der Ersatzkassen (vdek) im Rahmen einer Auswertung seines Arztbewertungsportals. Demnach erfüllen von den 196.000 dort registrierten niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten und Psychologischen Psychotherapeuten nur rund elf Prozent drei von zwölf Kriterien der Barrierefreiheit.

„Barrierefreiheit ist ein wichtiges Thema und wird angesichts der demografischen Entwicklung und der Zunahme älterer Menschen immer bedeutsamer“, betonte vdek-Vor­standsvorsitzende Ulrike Elsner. Ziel müsse sein, behinderten Menschen eine weit­reichende Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen, darunter auch in Arztpraxen und Krankenhäusern, zu ermöglichen. Fakt sei jedoch, dass die Kennzeichnung von Praxen gerade in Sachen Barrierefreiheit vielerorts noch unzureichend sei – im ländlichen wie im städtischen Raum.

Anzeige

Laut vdek zeugen etliche Kommentare zur mangelnden Barrierefreiheit in den Freitexten der Bewertungen von der zunehmenden Bedeutung des Themas für die Patienten ist. „Wer in die Ausstattung für eine behindertengerechte Praxis investiert, dem werden es die Patienten danken“, unterstrich Elsner.

Barrierefreiheit bedeutet, dass Räumlichkeiten, Medien oder Einrichtungen so angelegt sind, dass sie von jedem Menschen, unabhängig von einer eventuell vorhandenen Einschränkung, benutzt werden können. Zudem sollten sie grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sein. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. August 2019
Berlin – Die Proteste gegen Pläne aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dass erwachsene Beatmungspatienten künftig nur noch stationär oder in Intensivpflege-WGs versorgt werden können, sind
Proteste gegen Spahns Reha- und Intensivpflegegesetz
19. August 2019
Berlin – Immer mehr Zahnärzte kooperieren mit Pflegeeinrichtungen, um die Mundgesundheit von gesetzlich krankenversicherten Patienten in Heimen zu verbessern. Das ist ein zentrales Ergebnis des ersten
Mehr Kooperationsverträge zwischen Zahnärzten und Pflegeheimen
15. August 2019
Berlin – Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband hat die Krankenkassen aufgerufen, zügig Verträge zur Qualität der Versorgung von Menschen mit Behinderungen abzuschließen. Seit einem Jahr bestehe
Kritik an Krankenkassen wegen fehlender Qualitätsverträge für Menschen mit Behinderung
14. August 2019
Magdeburg – Menschen mit Behinderungen sollen in Sachsen-Anhalt künftig die Hilfe erhalten, die sie für die Teilhabe an Arbeit, Bildung, Sport, Kultur und anderen Lebensbereichen auch wirklich
Menschen mit Behinderung haben in Sachsen-Anhalt mehr Wahlfreiheit
31. Juli 2019
Wiesbaden – Knapp zwei Milliarden Euro netto sind in Hessen 2018 für Sozialhilfe ausgegeben worden. Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte.
Mehr Geld für Hilfeleistungen zur Eingliederung von Behinderten in Hessen
24. Juli 2019
Düsseldorf – Ab 2020 gilt in Nordrhein-Westfalen (NRW) ein neuer Landesrahmenvertrag für die Eingliederungshilfe von Menschen mit Behinderungen. Er regelt die Unterstützungsleistungen für zirka
Standards für mehr Selbstbestimmung behinderter Menschen in Nordrhein-Westfalen
23. Juli 2019
Berlin – Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat seit ihrer Gründung im Juli 2016 bis Juli 2019 mehr als 1.000 Anfragen erhalten. Das zeigt eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER