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Fachgesellschaften fordern Bundesbeauftragten für Diabetes und Adipositas

Freitag, 16. Mai 2014

Berlin/München – Anlässlich des Europäischen Adipositas-Tages am 18. Mai haben Diabetes-Fachgesellschaften die Einrichtung eines Beauftragten der Bundesregierung für Diabetes und Adipositas gefordert. „Starkes Übergewicht begünstigt die Entstehung des Diabetes. Beide Stoffwechselkrankheiten treten deshalb oft zusammen auf und sind wesentliche Ursachen für die Multimorbidität im Alter“, begründete Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender der diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Ein Beauftragter der Bundesregierung für Diabetes und Adipositas könne und müsse sicherstellen, dass Prävention und Therapie dieser Volkskrankheiten kontinuierlich im Fokus der Politik stünden.

diabetesDE, Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe (VDBD), Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG) sowie Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) sind sich einig, dass dringender Handlungsbedarf an oberster Stelle besteht.

„Diabetes und Adipositas sind gesamtgesellschaftliche Probleme, die nur ressort­übergreifend in den Griff zu bekommen sind. Das Bundesgesundheitsministerium ist hier genauso gefordert wie das Verbraucherministerium und die Länder mit ihrer Verant­wortung für die Schulen“, unterstrich DDG-Präsident  Erhard Siegel.

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Nach Informationen des Robert Koch Instituts (RKI) leben in Deutschland mehr als 6 Millionen Menschen mit Diabetes, rund 90 Prozent sind an Typ 2 erkrankt und von diesen sind 80 bis 90 Prozent übergewichtig. Die direkten Kosten des Diabetes und seiner Folgekrankheiten belaufen sich derzeit auf circa 48 Milliarden Euro pro  Jahr. Die EU-Kommisson geht nach Schätzungen der International Diabetes Federation (IDF) sogar davon aus, dass bundesweit mehr als 7,6 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt sind. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Samstag, 17. Mai 2014, 17:21

Guter Vorschlag!!!

Da hätte ich zwei ganz heiße Kandidaten: Einen überaus schwergewichtigen Vorsitzenden einer der mittelgroßen Koalitionsparteien und Minister in der Regierung oder einen Ex-Bundesumweltminister. Wenn beide nicht schon offiziell eine Selbsthilfe-Gruppe gegründet haben, liebäugeln sie sicher klammheimlich damit.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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