Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Versorgungs­landschaft Rheuma: Koordinierte Behandlung soll im Oktober starten

Freitag, 16. Mai 2014

dpa

Köln – Durch eine koordinierte, fach- und sektorübergreifende Behandlung soll sich von Oktober an die Versorgung von Patientinnen und Patienten verbessern, die an entzünd­lichen rheumatischen Erkrankungen leiden. Einen entsprechenden Vertrag hat heute die Techniker Krankenkasse (TK)mit der Versorgungslandschaft Rheuma abgeschlossen, einer Beteiligungsgesellschaft des Deutschen Hausärzteverbandes und des Berufsver­bandes Deutscher Rheumatologen. Eingebunden in die Versorgungslandschaft seien Hausärzte, Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie, Kinder- und Jugend­rheumatologen sowie Krankenhäuser, teilten die Vertragspartner mit.

Strukturierte Behandlungspfade und Kontrolle von Zielwerten
Nach deren Angaben beinhaltet die Versorgungslandschaft Rheuma unter anderem strukturierte Behandlungspfade ebenso wie die regelmäßige Überprüfung individuell mit dem Patienten vereinbarter Zielwerte. TK-Versicherte, bei denen der Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung bestehe, erhielten künftig innerhalb von 14 Tagen einen Termin beim Rheumatologen zur möglichst frühen Abklärung der Diagnose.

Ein weiterer Schwerpunkt der Vertragslandschaft Rheuma sei die sogenannte Transition, der strukturierte Übergang der Patienten vom Kinder- zum Erwachsenenrheumatologen. Versorgungsstart in den Regionen Nordrhein und Bayern ist der 1. Oktober. Die Versicherten können sich voraussichtlich ab dem Sommer in den Vertrag einschreiben.

Lebensqualität der Pateinten verbessern
Als wegweisenden Schritt zu mehr Qualität in der Versorgung von Rheumapatienten bezeichnete Edmund Edelmann, Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Rheuma­tologen, die Versorgungslandschaft Rheuma. Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK, betonte, mit der Koordination der Behandlung über die Grenzen der Versorgungssektoren in Praxen und Kliniken hinweg solle die Lebensqualität der Patienten verbessert werden.

Für Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, ist vor allem die schnelle Abklärung der Diagnose ein Vorteil für die Patienten. Werde zu Beginn wertvolle Zeit vergeudet, wirke sich das negativ auf den Therapieverlauf aus.

Weigeldt hatte bereits bei der Delegiertenversammlung seines Verbandes am 9. Mai in Dortmund die koordinierende Funktion der Versorgungslandschaften im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion über zu lange Wartezeiten auf einen Facharzttermin herausgestellt.

Hausärztliche Primärversorgung in Kombination mit der fachärztlichen Versorgung anbieten
Ziel der Verträge, die zurzeit mit Rheumatologen, Diabetologen und der Pflege entwickelt würden, sei es, die hausärztliche Primärversorgung in Kombination mit der fachärztlichen Versorgung anzubieten. „In ihrer Spezialität arbeitende Fachärzte und umfassend ausgebildete, in der hausärztlichen Praxis weitergebildete Hausärzte wirken zusammen und lösen die Probleme unserer Patienten gemeinsam, jeweils an der am besten geeigneten Stelle“, sagte Weigeldt in Dortmund.

Ein solches Konzept mache Terminvergabestellen und ähnliches überflüssig. Weigeldt wies darauf hin, dass die Versorgungslandschaften jeweils eng an die hausarztzentrierte Versorgung (HZV)angebunden sind. Die HZV werde damit Ausgangs- und Endpunkt für eine Integrierte Versorgung, die nicht nur medizinisch sinnvoll sei, sondern auch unnötige Verwaltung vermeide. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

18.05.17
Berlin – Um die Vorteile der Digitalisierung für Hausärzte nutzbar zu machen, hat der Deutsche Hausärzteverband gemeinsam mit einem Softwareunternehmen eine webbasierte Applikation entwickelt, mit......
06.04.17
Stuttgart – Die Verträge zur haus- und zur facharztzentrierten Versorgung in Baden-Württemberg wachsen weiter. Im vergangenen Jahr hat die Gesamtvergütung der mehr als 5.600 teilnehmenden Haus- und......
28.03.17
Kardiologievertrag in Baden-Württemberg ermöglicht ambulante Implantation von Defibrillatoren
Stuttgart – Kardiologen im Südwesten, die am Facharztvertrag von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK teilnehmen, können ab dem 1. April Defibrillatoren ambulant implantieren. Darauf haben die......
22.02.17
Berlin – Der Deutsche Hausärzteverband und die Techniker Krankenkasse (TK) haben ihren Hausarztvertrag bei den Themen Palliativversorgung sowie Präventions- und Vorsorgeuntersuchungen......
05.01.17
Berlin/Köln – Die Hausarztverträge in Deutschland (Hausarztzentrierte Versorgung, HzV) sind laut dem Deutschen Hausarztverband eine Erfolgsgeschichte: Rund 4,3 Millionen Versicherte haben sich......
23.12.16
Köln – Der Hausärzteverband Nordrhein hat für das ablaufende Jahr eine positive Bilanz gezogen. Vor allem die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) sei weiter auf Erfolgskurs, so der Verband. Demnach......
25.11.16
Köln – In einer groß angelegten Fall­kontroll­studie in Thüringen wurden auf der Basis von Routinedaten die Effekte der hausarztzentrierten Versorgung (HzV) hinsichtlich Versorgungskosten,......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige