Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Wohlfahrtsverband beklagt Bürokratie in der Pflege

Montag, 19. Mai 2014

Dresden – Jeder Handgriff muss abgehakt werden: Der Paritätische Wohlfahrtsverband in Sachsen hat eine ausufernde Bürokratie in der Pflege beklagt und Abhilfe verlangt. Das Personal müsse heute mehr als 13 Prozent der Arbeitszeit ausschließlich für die Dokumentation des täglichen Handelns aufwenden.

Dies verschärfe die ohnehin angespannte Situation, teilte der Verband heute in Dresden mit. Der Dokumentationsaufwand sei gestiegen, ohne dass es einen entsprechenden personellen Zuwachs gab. „Das geht zulasten der Pflegebedürftigen und erhöht den Druck auf das Pflegepersonal», kritisierte Verbandschef Michael Richter.

Zudem sei es fraglich, ob das Aufschreiben jedes Handschlags die Qualität wirklich sichert. „Viel wichtiger ist, dass die Pflegekräfte ausreichend Zeit für die Menschen und die notwendigen Tätigkeiten haben“, sagte Richter und hinterfragte den Sinn einer so umfassenden Dokumentation.

In vielen Fällen werde nur geprüft, was aufgeschrieben wurde. Das sage wenig über die wirkliche Qualität aus. CDU-Sozialexperte Alexander Krauß schlug vor, nur noch das zu dokumentieren, was außerhalb der Regel ist: „Es muss nicht über jeden Becher Protokoll geführt werden, der getrunken wurde, sondern nur dann, wenn der Patient nichts getrunken hat.“ © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

11.05.17
Tag der Pflege: Forderungen nach mehr Personal
Berlin – Zum morgigen Internationalen Tag der Pflege gibt es Rufe nach mehr Personal und einer höheren Wertschätzung für die Arbeit der Pflegekräfte. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi)......
11.05.17
„Wir kommen um die Bürokratie nicht herum“
Essen – Der ökonomische Druck, den viele Krankenhausärzte in ihrem Alltag spüren, ist groß. Die Ursache dieses Drucks sind die Anreize des DRG-Systems, das Leistungsausweitungen sowie Einsparungen bei......
03.05.17
Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) will die Unterschiede bei den Pflegemindestlöhnen in Ost und West nicht hinnehmen, die nach einer neuen Festlegung mindestens......
03.05.17
Hamburg – 20 Jahre nach dem Hamburger Dekubitus-Skandal sieht der Rechtsmediziner Klaus Püschel große Fortschritte in der Altenpflege. Bei den gesetzlich vorgeschriebenen Leichenschauen in den......
25.04.17
Mindestlohn in der Pflege soll ab Januar 2018 steigen
Berlin – Der Mindestlohn für Pflegekräfte soll steigen. Ab dem 1. Januar 2018 soll er im Westen 10,55 Euro und im Osten 10,05 Euro betragen. Darauf einigte sich die Pflegekommission aus Arbeitgebern......
19.04.17
Pflegeberatung: Checkliste für Pflegebedürftige und Angehörige
Berlin – Das Beratungsangebot für Pflegebedürftige ist oft unübersichtlich. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat daher eine Checkliste für Pflegebedürftige und Angehörige mit den zehn......
24.03.17
Berlin – Der Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, hat heute die Pflegenden dazu aufgerufen, bei der Bundestagswahl den Parteien ihre Stimme zu geben, die sich für die Pflege......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige