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Politik

Impfallianz: Deutschland richtet Geberkonferenz aus

Freitag, 23. Mai 2014

Brüssel – Deutschland wird sich künftig innerhalb der Globalen Impfallianz (Global Alliance for Vaccines and Immunisations, GAVI) verstärkt engagieren und die Geberkonferenz für den Zeitraum 2016 bis 2020 auszurichten. Dies kündigte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung (BMZ), Thomas Silberhorn, Ende Mai in Brüssel an.

In diesem Zeitraum will die Allianz aus Ländern und privaten Gebern, die in 70 der ärmsten Länder der Welt die Immunisierung von Kindern finanziert, 300 Millionen Kinder impfen – und auf diese Weise bis zu sechs Millionen Leben retten. GAVI forderte Partner und Geber jetzt auf, dieses Ziel zu unterstützen und 7,5 Milliarden US-Dollar zur Verfügung zu stellen.

Die Europäische Union kündigte bereits langfristige Unterstützung an: Der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, sagte 175 Millionen Euro für den Zeitraum 2014 bis 2020 zu. „Die GAVI Alliance leistet hervorragende Arbeit – bis heute hat sie etwa 440 Millionen Kinder geimpft und sie dadurch vor lebensgefährlichen Krankheiten bewahrt“, betonte Silberhorn.

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Impfungen in Entwicklungsländern: Mehr deutsches Engagement

Die GAVI-Allianz, eine Partnerschaft aus Ländern und privaten Gebern, finanziert in 70 der ärmsten Länder der Welt die Immunisierung von Kindern. Deutschland will sich künftig noch mehr engagieren. Wer Dr. Seth Berkley trifft, spürt bereits nach kurzer Zeit, dass dieser Mann für seinen Beruf „brennt“.

Die Eindämmung von Kinderlähmung und Masern seien echte Erfolgsbeispiele, auch wenn eine Ausrottung dieser Krankheiten noch nicht erreicht wurde. Das BMZ investiere jährlich 700 Millionen Euro sowohl über bilaterale Maßnahmen als auch über multila­terale Organisationen und globale Initiativen wie etwa den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) und GAVI.

Für den Zeitraum von 2011 bis 2015 warb GAVI etwa 7,3 Milliarden US-Dollar ein. Diese kommen von Geberländern wie Australien, Kanada, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Japan, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Korea, Russland, Südafrika, Spanien, Schweden, Großbritannien und den USA. Ferner wird die Allianz durch die Bill & Melinda Gates Foundation sowie die Weltgesundheitsorganisation, die UNICEF, die Weltbank, Impfstoffhersteller und weitere private Geber unterstützt.

Die Hilfsstrategie von GAVI beruht nicht nur auf dem Kauf von Impfstoffen und dem Aushandeln fairer Preise. GAVI stellt auch Geld für eine generell bessere Gesundheits­versorgung bereit, wodurch in vielen Gegenden erst effiziente Impfungen ermöglicht werden.

Zum Einsatz kämen vor allem ein Fünffachimpfstoff gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ B sowie Impfstoffe gegen Pneumokokken, Rotaviren, Polio, Masern, Röteln, Meningitis A, japanische Enzephalitis, Gelbfieber und das humane Papillomavirus. © ER/aerzteblatt.de

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