NewsÄrzteschaftMehr Geld für medizinische Fakultäten gefordert
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Mehr Geld für medizinische Fakultäten gefordert

Freitag, 23. Mai 2014

Frankfurt – Der hessische Ärztekammerpräsident hat höhere Investitionen für medizinische Fakultäten staatlicher deutscher Universitäten gefordert. „Wir brauchen mehr qualifizierten ärztlichen Nachwuchs – sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich“, betonte Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. Deshalb sei es dringend erforderlich, mehr Medizinstudienplätze einzurichten und die Zugangsbedingungen für das Medizinstudium an staatlichen deutschen Universitäten zu erleichtern.

Sorge bereitet von Knoblauch zu Hatzbach allerdings die zunehmende Gründung von Töchtern ausländischer Universitäten, die ein Medizinstudium etwa nach britischem oder österreichischem Recht teilweise oder ganz in Deutschland ermöglichen.

„Natürlich freue ich mich über jeden jungen Menschen, der Medizin studiert“, so von Knoblauch zu Hatzbach weiter. Der Ärztekammerpräsident kritisierte jedoch, dass ausländische Universitäten mit unterschiedlichen Studieninhalten und -abschlüssen aus dem Boden sprießen, während die medizinischen Fakultäten staatlicher deutscher Universitäten finanziell nicht ausreichend gefördert werden.

Anzeige

Der Bedarf an mehr Medizinstudienplätzen steht für ihn dabei außer Frage. So gebe es heute in Deutschland spürbar weniger Studienplätze als noch in den 90er Jahren. Laut Statistischem Bundesamt betrug die Zahl der Medizinstudierenden in Deutschland 1992 insgesamt 93.198; 2012 waren es 85.009. „Ja, es stimmt, ein Medizinstudienplatz kostet viel Geld“, sagte von Knoblauch zu Hatzbach. „Es darf allerdings nicht sein, dass Deutschland, trotz aller wirtschaftlichen Probleme, nicht ausreichend in die eigene Zukunft investiert“, warnte der Kammerpräsident. Das sei eine Frage der Prioritätensetzung. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

12. August 2019
Kiel – Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat ein klares Bekenntnis zur finanziellen Unterstützung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) abgegeben. „Wir haben ein
Landesregierung bekräftigt finanzielle Hilfe für Uniklinikum Schleswig-Holstein
10. Juli 2019
Berlin – Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (Berlin Institute of Health (BIH) wird zur dritten Säule der Charité – Universitätsmedizin Berlin neben Krankenversorgung und Medizinischer
Berliner Institut für Gesundheitsforschung wird Teil der Charité
10. Juli 2019
München – Krebspatienten in Bayern sollen künftig von besseren Diagnose-, Präventions- und Therapiemöglichkeiten profitieren. Zu diesem Zweck brachte das Kabinett gestern ein hochschulübergreifendes
Krebspatienten sollen in Bayern von neuem Forschungszentrum profitieren
9. Juli 2019
Stuttgart – Die Fachschaften der Medizinischen Fakultäten in Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Tübingen und Ulm wehren sich zusammen mit der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland
Medizinstudierende gegen Landarztquote und neue Universitätskliniken in Baden-Württemberg
5. Juli 2019
Mainz – Die Tarifkommissionen der Gewerkschaft Verdi und der Universitätsmedizin Mainz (UM) haben heute die zweite Verhandlungsrunde für einen neuen Haustarifvertrag erfolgreich beendet. Darauf haben
Mehr Geld für Gesundheitsberufe an der Universitätsmedizin Mainz
5. Juli 2019
Leipzig – Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat das zurückliegende Jahr mit einem Plus von 3,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die Zahl der Behandlungsfälle erhöhte sich leicht auf 430.611 – 56.591
Uniklinik Leipzig schließt mit positivem Jahresergebnis ab
4. Juli 2019
Kiel – Nach Ansicht von Schleswig-Holsteins SPD-Fraktionschef Ralf Stegner sind weitere Finanzhilfen des Landes für das hoch verschuldete Universitätsklinikum (UKSH) nötig. „Was vom Vorstand plausibel
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER