NewsÄrzteschaftInternisten stellen Grundsätze für die Telemedizin vor
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Internisten stellen Grundsätze für die Telemedizin vor

Dienstag, 27. Mai 2014

Wiesbaden – Grundsätze für eine hohe Versorgungsqualität telemedizinischer Angebote hat die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) aufgestellt. Die Fach­gesellschaft sieht in der Telemedizin einen möglichen Weg, Ärztemangel in unter­besetzten Regionen auszugleichen und die Patientenbetreuung zu verbessern. „Viele wichtige Fragen zu den Aspekten Qualitätssicherung und Datenschutz sind in unserem dezentral medizinisch versorgten Land aber noch nicht ausreichend geklärt“, sagte Ulrich Fölsch, Generalsekretär der DGIM aus Kiel.

Die DGIM hat daher im Juli 2013 die „Kommission Telemedizin“ ins Leben gerufen, bestehend aus 13 Experten verschiedener Schwerpunkte der Inneren Medizin und angrenzender Fachgebiete wie Allgemeinmedizin, Urologie, Neurologie und Pharmakologie. Das Gremium hat telemedizinische Studien und Modellprojekte systematisch ausgewertet und anhand dieser Auswertung die Leitsätze formuliert.

„Telemedizinische Angebote sollen vorrangig zur Kompensation erkennbarer Versorgungs- und Qualitätsdefizite entwickelt werden. Eine Priorisierung von Handlungsfeldern ist unter dem Gesichtspunkt einer Soll-Ist-Bedarfsanalyse in Abhängigkeit von medizinischer und technischer Machbarkeit unumgänglich“, heißt es dort zu Beginn.

Anzeige

„Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung ist die Bereitschaft zur Mitwirkung durch indikationsbezogene Einbindung aller Beteiligten bereits in der Projektphase“, formuliert die Kommission im dritten Leitsatz. Im Mittelpunkt müsse immer die Versorgungsqualität für die Patienten stehen: „Grundgedanke ist das Best-Practice-Prinzip, um zu verhindern, dass Substitutions- und Wirtschaftlichkeitsdruck Telemedizin instrumentalisieren und zu einer Aushöhlung etablierter Qualitätsstandards führen“, heißt es daher in Satz vier.

Die DGIM kritisiert, dass die Finanzierung von telemedizinischen Strukturen oft unklar ist. Die Selbstverwaltung sei gefragt, die entsprechenden Strukturen zu schaffen. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER