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Vermischtes

Verbraucher sind bei der Medi­kamenten-Entsorgung ahnungslos

Dienstag, 27. Mai 2014

dpa

Frankfurt/M. – Große Wissenslücken im Umgang mit Arzneimitteln bei Verbrauchern bemängelt das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) nach einer Umfrage zur Entsorgung von Arzneimitteln. „Knapp der Hälfte der 2.000 befragten Deutschen ist überhaupt nicht bekannt, dass allein schon durch die Einnahme von Medikamenten Spurenstoffe in den Wasserkreislauf gelangen“, sagte der ISOE-Forscher Konrad Götz. Erstaunt haben die Forscher aber vor allem die großen Wissenslücken bei der richtigen Entsorgung von flüssigen Medikamentenresten.

47 Prozent der Deutschen entsorgen flüssige Medikamentenreste laut der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Umfrage falsch, nämlich über die Spüle oder die Toilette. „Damit hat sich die Wissenslücke bestätigt, die wir bei einer ähnlichen Befragung 2007 festgestellt haben“, sagte Götz.

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Arzneimittelentsorgung: Spurenstoffe im Wasser

Die Spuren von Arzneimitteln im Abwasser sind so gering, dass sie keinen Effekt für den Menschen haben, sagen Wissenschaftler. Doch welche Auswirkung haben sie auf die Umwelt? Entzündungshemmer, Benzodiazepine, Antibiotika, Röntgen-kontrastmittel – das ist nur eine kleine Auswahl jener Wirkstoffe, die Wissenschaftler regelmäßig im Abwasser finden.

Nur 15 Prozent der Verbraucher entsorgen ihre Medikamente laut der Umfrage richtig, das heißt über den Restmüll. Dieser werde heute nicht mehr auf Deponien gelagert, sondern verbrannt. Dadurch sei die vollständige Zerstörung der Wirkstoffe gewährleistet.

Arzneimittelrückstände im Wasser sind ein weltweites Umweltproblem. Auch in Deutschland werden mehr als 150 verschiedene Wirkstoffe in nahezu allen Gewässern nachgewiesen, bis hin zum Grund- und Trinkwasser. Die Spurenstoffe aus Schmerzmitteln, Antibiotika, blutdrucksenkenden Mitteln oder Psychopharmaka stammen laut dem Institut meist aus häuslichen Abwässern.

© hil/aerzteblatt.de

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