NewsPolitikKartellamt genehmigt Pharma-Transparenz­kodex
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Kartellamt genehmigt Pharma-Transparenz­kodex

Freitag, 30. Mai 2014

Berlin – Nach der Genehmigung des Kartellamtes kann jetzt der sogenannte Transpa­renzkodex der forschenden Pharmaunternehmen in Kraft treten. Er verpflichtet Unter­nehmen, die Mitglied der „Freiwilligen Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie eV“ (FSA) sind, künftig ihre Zuwendungen an Ärzte und andere Angehörige der Fachkreise offenzulegen. Die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittel­hersteller (vfa) sprach von einem „Meilenstein in Richtung größerer Transparenz der Zusammenarbeit im Gesundheitssystem“. Alle 45 dem vfa angeschlossenen Unternehmen sind Mitglied der FSA.

Jetzt kommt es laut Fischer darauf an, den Kodex mit Leben zu erfüllen. Neben technischen Voraussetzungen sei dafür auch die Mitwirkung der Ärzte nach dem geltenden Datenschutzrecht unerlässlich. „Es ist dem vfa daher ein wichtiges Anliegen, die Ärzteschaft und auch weitere beteiligte Gruppen für das neue Transparenzmodell zu gewinnen“, sagte die vfa-Haupftgeschäftsführerin.

Anzeige

Die Mitglieder der „Freiwilligen Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie eV“ hatten den Kodex Ende November 2013 beschlossen. Er verpflichtet die Unternehmen ihre direkten und indirekten Zuwendungen an Ärzte und andere Angehörige der Fachkreise offenzulegen. Dazu zählen Spenden und andere einseitige Zuwendungen, geldwerte Leistungen im Zusammenhang mit Fortbildungsveranstaltungen, Dienstleistungs- und Beratungshonorare sowie Zuwendungen im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung.

Die Informationen sollen für jedermann zugänglich auf einer Webseite des Unternehmens veröffentlicht werden und damit die Kooperation von Industrie und Ärzten transparent machen. Die ersten Veröffentlichungen sollen 2016 mit Daten des Kalenderjahres 2015 erscheinen. Flankierend zu den Transparenzregelungen ist die Abgabe von Geschenken an Ärzte und andere Angehörige medizinischer Fachkreise künftig verboten. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

10. Juli 2019
Farmington/Connecticut und Toronto – Ärzte, die von Pharmafirmen zum Essen oder auf kostenlose Fortbildungsveranstaltungen eingeladen oder für Beratertätigkeiten sowie Vorträge honoriert werden,
Marketing förderte Verordnung von Gabapentin und Biologika in den USA
24. Juni 2019
Berlin – Pharmaunternehmen haben Ärzten, Fachkreisangehörigen und medizinischen Institutionen für Leistungen im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld bezahlt als noch ein Jahr zuvor. Das zeigt der neue
Pharmaindustrie bezahlt mehr Geld an Ärzte
21. Januar 2019
Boston – Ein kostenloses Essen für den Arzt oder andere Geschenke des Pharmamarketings könnten den Drogentod einzelner Patienten fördern. In den USA kam es laut einer Studie in JAMA Network Open
USA: Studie macht Pharmamarketing für Anstieg der Opioid-Todesfälle mitverantwortlich
7. Dezember 2018
Leimen – Die Pharmaindustrie hat nach Ansicht der Ärzteinitiative Mezis nach wie vor einen zu großen Einfluss auf das Gesundheitswesen. Beispiele seien etwa gesponserte Fortbildungen,
Mezis kritisiert Korruption im Gesundheitswesen
8. August 2018
Berlin – In Baden-Württemberg gibt es Ärger um die CME-Zertifizierung für eine Fortbildungsveranstaltung. Wie die Ärzteinitiative „MEZIS – Mein Essen zahl‘ ich selbst“ mitteilte, habe die
Interessenkonflikte: Ärger um CME-Zertifizierung
6. Juli 2018
Washington – Viele US-Mediziner, die als unabhängige Gutachter die Arzneimittelbehörde FDA vor der Zulassung von Medikamenten beraten, erhalten später finanzielle Zuwendungen von den Herstellern der
Interessenkonflikte: Externe Berater und Ex-Mitarbeiter der FDA in der Kritik
18. April 2018
Heidelberg – Ärztliche Fortbildungen sollten industrieunabhängig finanziert und Interessenkonflikte zudem klar reguliert werden. Darauf hat die Ärzteinitiative „MEZIS – Mein Essen zahl‘ ich selbst“ in
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER