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Politik

31 Vorschläge für neue Chronikerprogramme stehen zur Diskussion

Montag, 2. Juni 2014

Berlin – Fachgesellschaften, Ärzte- und Patientenverbände haben Vorschläge für 31 neue Disease-Management-Programme (DMP) beim Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) eingereicht. Heute hat der G-BA sie auf seiner Website veröffentlicht. „Die Vielzahl eingereichter Themen belegt das große Interesse der Fachöffentlichkeit an den Programmen. Immer mehr medizinische Fachgesellschaften und ärztliche Berufsver­bände haben erkannt, dass ein gutes Zusammenspiel zwischen Hausarzt, Facharzt und Krankenhaus Dreh- und Angelpunkt einer qualitativ besseren und wirtschaftlicheren Versorgung chronisch Kranker ist“, sagte Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzende des zuständigen Unterausschusses in Berlin.

Die Vorschläge sind breit gefächert. Auch die im Koalitionsvertrag erwähnten Erkran­kungen „chronischer Rückenschmerz“ und „Depression“ sind darunter. Andere Indika­tionen auf der Liste sind unter anderem „Demenz“, „periphere arterielle Verschluss­krankheit“, „Prostatakrebs“ und „arterielle Hypertonie“.

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Von März bis Anfang Mai hatten insbesondere medizinische Dachverbände und Gesellschaften, Sachverständige der Wissenschaft und Praxis und Spitzenverbände der Selbsthilfe- und Patientenorganisationen die Möglichkeit, Vorschläge für Krankheiten einzureichen, für die weitere Chronikerprogramme entwickelt werden könnten. Im Augenblick existieren DMPs zu Diabetes mellitus Typ 1 und 2, koronare Herzkrankheit mit einem Modul „Herzinsuffizienz“, chronische obstruktive Atemwegserkrankungen und Brustkrebs.

Der G-BA legt in Richtlinien chronische Krankheiten fest, für die strukturierte Behand­lungsprogramme entwickelt werden sollen. Bei der Auswahl müssen besonders folgende Kriterien berücksichtigt werden: Zahl der betroffenen Versicherten, die Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität der Versorgung, die Verfügbarkeit von evidenzbasierten Leitlinien, der sektorenübergreifende Behandlungsbedarf, die Beeinflussbarkeit des Krankheitsverlaufs durch Eigeninitiative des Versicherten sowie ein hoher finanzieller Aufwand der Behandlung. © hil/aerzteblatt.de

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