Politik

Organspende­bereitschaft im Südwesten „stabil schlecht”

Montag, 2. Juni 2014

Stuttgart – Gesundheitsministerin Katrin Altpeter (SPD) hat für eine größere Bereitschaft zu Organspenden geworben. „Jede Organspende kann einem der rund 11.000 schwer­kranken Patientinnen und Patienten, die in Deutschland auf ein Spenderorgan warten, das Leben retten”, sagte sie am Montag in Stuttgart. In Baden-Württemberg stehen den Angaben zufolge derzeit 1.346 Menschen auf der Warteliste.

Die Organspendezahlen waren in den vergangenen Jahren rückläufig, unter anderem nachdem 2012 in einzelnen Kliniken Manipulationen bei Wartelistendaten aufgedeckt wurden.

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Laut einer aktuellen Studie sind die meisten Menschen in Deutschland zwar zu einer Organspende bereit, aber noch nicht einmal jeder Dritte hat einen Organspendeausweis ausgefüllt. Die Zahlen der Spenden sinken seit Jahren. In Baden-Württemberg seien sie derzeit auf einem „stabil schlechten Niveau”, sagte Axel Rahmel von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).

Josef Theiss, Mitglied im Vorstand beim Verein Lebertransplantierte Deutschland, schloss sich dem Appell von Altpeter an. Für die Patienten auf der Warteliste sei es wichtig, dass sich die Menschen mit dem Thema Organspende vorurteilsfrei auseinandersetzten. „Jeder von uns kann plötzlich auf eine Transplantation angewiesen sein”, sagte er.

Am 7. Juni, dem Tag der Organspende, will das Ministerium in Zusammenarbeit mit der DSO und Patientenverbänden mit mehreren Veranstaltungen gezielt über das Thema informieren. © dpa/aerzteblatt.de

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